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"Es trifft dich voll": Das Engagement des BVB gegen Antisemitismus und das Vergessen

Lesezeit: 3 Min.
Hans-Joachim Watzke Getty Images / Lukas Schulze

"Niemals vergessen" ist der Titel der fünften Episode, welche ab Mittwoch, dem 27. Januar auf DAZN gestreamt werden kann.

Neben der tief bewegenden Geschichte der Auschwitz-Überlebenden Eva Szepesi äußern sich unter anderen die Dortmunder Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, Carsten Kramer und der Antisemitismusbeauftragte der britischen Regierung, Lord John Mann, zum Umgang des BVB mit diesem dunklen Kapitel deutscher Geschichte sowie der Unterstützung der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel, die kürzlich eine Spende in Höhe von einer Million Euro von Borussia Dortmund erhalten hat.

Hier findet Ihr die wichtigsten Zitate.

Carsten Kramer (Geschäftsführung BVB) über …

… Borussia Dortmunds Verantwortung bei gesellschaftlichen Themen: "Es ist unsere volle Überzeugung, dass wir als BVB auch zu gesellschaftlich relevanten Themen Verantwortung übernehmen müssen, dass wir Flagge zeigen müssen."

… die Unterstützung der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem: "Ich glaube, dass die Erfahrung, mit einem Hinterbliebenen zu sprechen - das zu sehen, das zu spüren, das zu erleben -, dass das auch dem Letzten nochmal klarmachen sollte, was da passiert ist. Das ist sicherlich ein Problem für die nächste Generation, der das nicht mehr möglich sein wird. Aber das ist auch mit einer der Gründe, warum wir uns für und in Yad Vashem engagieren. Dass sichergestellt ist, dass die Erinnerungen so anfassbar und real wie möglich ein werden."

Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer BVB) über …

… den Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem: "Es trifft dich voll, aber ich möchte das niemals missen, solche Eindrücke gehabt zu haben."

… die politische Ausrichtung des BVB: "Wir haben einfach irgendwann gesagt: Ein Verein mit 160.000 Mitgliedern, ein Klub mit elf Millionen Fans in Deutschland alleine - wir sind ein politischer Verein, wir haben eine politische Ausstrahlung auf die Gesellschaft. Aber keine parteipolitische."

… die Unterstützung der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem: "Natürlich, wenn du einen siebenstelligen Betrag spendest, ist das auch ein ökonomisches Thema. Aber es war für uns auch mal ein Zeichen, dass wir nicht nur reden, sondern konkret handeln und die Öffentlichkeit durch sowas auch erreichen können. Du musst es immer in eine Nachhaltigkeit einbetten. Diese einmaligen Aktionen, da bin ich überhaupt kein Freund davon."

Lord John Mann (Antisemitismusbeauftragter der britischen Regierung) über …

… das Engagement des BVB: "Was Sie machen, ist führend in der Welt. Bitte, machen Sie damit weiter und teilen Sie die Fehler, die Sie machen, aber auch die Erfolge. Was ich am Dortmunder Ansatz mag, ist, dass es ein ehrlicher Ansatz ist. Und nicht nur PR – obwohl Publicity natürlich wichtig ist. Das ist keine PR-Übung, um den Klub gutaussehen zu lassen. Das ist echte Arbeit mit greifbaren, echten Ergebnissen."

… die Bedeutung des Fußballs bei derartigen Themen: "Fußball hat aufgrund der Fans diese unglaubliche Reichweite, über Regierungen und Nichtregierungsorganisationen hinaus. Borussia Dortmund hat diese Reichweite in Deutschland, Europa und der ganzen Welt. Wenn der Fußball sich positioniert und tatsächlich etwas in der Praxis tut, hat das einen riesigen Einfluss."

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