In Las Vegas schlugen die Wildcats Titelverteidiger Florida mit 83:77, Kharchenkov legte dabei mit zwölf Punkten (3/9 FG, 2/2 Dreier) und zehn Rebounds in 35 Minuten umgehend ein Double-Double auf. Der ehemalige Bayern-Spieler machte dabei auch umgehend Bekanntschaft mit der physischen Spielweise und musste vor allem in der ersten Halbzeit ordentlich einstecken.
Einmal bekam der 19-Jährige einen Ellenbogen ins Gesicht, ein anderes Mal kassierte der Guard einen Schlag in die Leistengegend, weswegen Kharchenkov kurz vor der Pause in der Kabine verschwand.
Lob für Kharchenkov von Coach Lloyd
Es beeinflusste aber nicht sein Spiel, stattdessen verwandelte der Junioren-Nationalspieler seine beiden Dreier eiskalt aus dem Dribbling. "Ivan ist zwar erst 19 Jahre alt geworden, aber hat schon so viel Erfahrung auf dem höchsten Niveau", freute sich Arizonas neuer Coach Tommy Llyod, der mit Kharchenkov, Koa Peat (30 Punkte) und Brayden Burries gleich drei Freshmen starten ließ.
Kharchenkov absolvierte bei den Bayern 54 Partien in der BBL, dazu kamen 27 in der EuroLeague, sein Debüt für die Münchner hatte der Deutsch-Russe bereits mit 16 Jahren gegeben. Lloyd schätzt das, Ex-Bayern-Coach Pablo Laso empfahl Kharchenkov wärmstens. "Er sagte mir: 'Du wirst verwundert sein, wenn du siehst, wie bereit er vom ersten Tag an sein wird.' In der Vorbereitung hat er das angedeutet, aber hatte auch seine Höhen und Tiefen."
Kharchenkov glänzt beim Rebound
Vor allem die Rebound-Arbeit gefiel Lloyd in den ersten Wochen nicht, prompt griff sich Kharchenkov gegen Florida zehn ab und führte damit seine Mannschaft an. "Was er heute auf dieser Bühne gemacht hat, war beeindruckend. Ich habe ihn seit Wochen genervt, dass er besser rebounden muss und heute führte er unser Team an. Das zeigt mir, dass er sich coachen lassen will und bereit ist, zu lernen. Das gibt mir die Freiheit, ihn weiter anzuspornen", bilanzierte Lloyd.
Arizona wurde vor der Partie auf Position 13 im Land gerankt, Florida dagegen auf 3. Für die Wildcats geht es in den kommenden Tagen gegen Utah Tech und Northern Arizona gegen leichtere Gegner, bevor es dann zu Duellen mit UCLA (#12) und UConn (#4) um den deutschen Center Eric Reibe kommt.
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