Nur drei Siege und Platz 13 im Westen, dazu besitzt Sacramento eine der fünf schlechtesten Defensiven der NBA. Der Start der Kings ist alles andere als gelungen, nun kassierte das Team von Doug Christie daheim gegen Minnesota satte 144 Punkte.
Entsprechend verärgert reagierte der Coach: "Ich bin absolut nicht einverstanden mit dem, was wir heute gezeigt haben. Das waren nicht wir", ärgerte sich Christie. "Das war nicht unser Standard und wir müssen uns fragen: Wollen wir jeden Abend alles geben oder sind wir damit zufrieden, wenn wir einfach mal schauen, was passiert? Beim Verteidigen muss man Herz und Stolz zeigen. Das habe ich heute alles nicht gesehen."
Schröder im Mini-Slump
Dennis Schröder wollte seinem Coach nicht widersprechen. "Es beginnt bei mir", sagte der Deutsche deutlich und führte weiter aus: "Wir müssen uns gegenseitig helfen. Unsere Gegner kommen zu leicht in die Zone. Wir werden zu leicht geschlagen und dann kommen wir ins Schwimmen und müssen rotieren. Wir müssen uns besser helfen, aber auch besser unsere Gegner kontrollieren. Und das fängt bei mir an.“
Zuletzt hatte Schröder auch im Angriff Probleme. Gegen die Thunder verwarf der 32-Jährige jeden seiner zehn Würfe, spielte immerhin aber acht Assists. Beim Heimspiel gegen die Wolves war es nur unwesentlich besser: Drei Punkte (1/7 FG), drei Rebounds und zwei Assists war die magere Ausbeute in gut 28 Minuten. "Ich fühle mich gerade nicht besonders wohl und dann bin ich nicht effektiv. Ich muss schauen, wie ich in verschiedenen Bereichen effizienter sein kann", sagte der Braunschweiger zu seiner Wurfmisere.
Schröder fühlt sich "nicht wohl"
Auf Nachfrage führte Schröder dann noch klarer aus, was er damit meinte. "Wir haben viele Scorer auf dem Feld, entsprechend muss ich schauen, dass wir auch die richtigen Plays laufen. Ich muss schauen, wann ich aggressiv sein kann, weil wir zum Beispiel auch Domas [Sabonis] haben, der gerne mit Hand-Offs operiert. Ich muss einfach schauen, dass jeder da steht, wo er am besten sein kann. Das klingt leichter gesagt als getan. Ich lerne noch und wir haben viel Raum für Verbesserung."
Über die Saison wirft Schröder derzeit 39 Prozent aus dem Feld sowie nur 28 Prozent von der Dreierlinie. Sorgen mache er sich deswegen aber nicht: "Ich mache mir keine Gedanken, ob Würfe fallen oder nicht. Statistiken waren mir schon immer egal. Ich kämpfe stets für meine Teamkollegen."
Das wird auch nötig sein, denn leichter wird es für die Kings in den kommenden Wochen nicht. Nach zwei Heimspielen gegen Denver und Atlanta folgt bereits der zweite längere Roadtrip der Saison mit Stationen in Minneapolis, San Antonio, Oklahoma City, Memphis und Denver.
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