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"Größer als Basketball": Klassen erhält deutsche Staatsbürgerschaft

kicker

Am 6. November nahm Klassen in Rostock offiziell seine Einbürgerungsurkunde entgegen. Begleitet von seiner Frau Page, Tochter Mathilda und Seawolves-Vorstand Jens Hakanowitz sprach der Big Man von einem "ganz besonderen Tag". "Das ist größer als Basketball. Das ist Leben", sagte der gebürtige Kanadier der Ostsee-Zeitung sichtlich bewegt. Auch Hakanowitz, der den Prozess seit Monaten unterstützt hatte, sprach von "feuchten Augen" - bei sich und dem Spieler.

Klassen lebt seit fast zehn Jahren in Deutschland, neun davon als Profi in der Basketball-Bundesliga. Seine Tochter wurde in Braunschweig geboren, die Familie fühlt sich inzwischen fest in Rostock verwurzelt. Für die Einbürgerung musste der 34-Jährige mehrere Prüfungen ablegen - neben dem Sprachtest auch einen Einbürgerungstest mit Fragen zum politischen System, Grundgesetz und gesellschaftlichen Themen. "Deutsch ist keine leichte Sprache," meinte Klassen, der über ein Jahr lang abends nach dem Training lernte und sich so Schritt für Schritt vorbereitete.

"Familiäre Gründe": Klassens Frau plant Einbürgerung - Seawolves profitieren

Sein Weg zur Urkundenübergabe war ebenso bemerkenswert wie sein Engagement: Nach dem Auswärtsspiel in Estland flog Klassen um 3:45 Uhr über Helsinki nach Hamburg und fuhr direkt zum Termin nach Rostock. "Für mich ging es ausschließlich um persönliche und familiäre Gründe," betonte er. Den kanadischen Pass darf er behalten - seine Frau bereitet sich derzeit selbst auf die Tests vor.

Auch sportlich profitieren die Rostock Seawolves von der Einbürgerung. Klassen zählt künftig nicht mehr zu den sechs erlaubten ausländischen Spielern im Kader, was Head Coach Przemyslaw Frasunkiewicz zusätzliche Flexibilität bei der Kaderplanung verschafft.

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