Level 1: Tanking
Platz 15: Brooklyn Nets
In einem schwachen Osten legen die Nets noch einmal einen drauf. Satte fünf Rookies stehen im Kader, drei davon sind Ballhandler (Saraf, Demin, Traore). Learning by doing ist das Motto, alles ist darauf ausgerichtet, dass Brooklyn um den Top-Pick spielen wird. Cam Johnson ist weg, die Zukunft von Cam Thomas bleibt unklar.
Platz 14: Washington Wizards
Mit den Ausnahmen von Khris Middleton und C.J. McCollum ist dieses Team weiter blutjung, einen echten zukünftigen Franchise-Star gibt es nicht. Tre Johnson (Nr.6-Pick) und Alex Sarr (Nr.2-Pick 2024) sind die größten Hoffnungsträger, doch beide werden Zeit brauchen. Dafür sind Routiniers wie Marcus Smart und Jordan Poole weg. Washington wird erneut tanken und seinen Neuaufbau weiter vorantreiben.
Platz 13: Charlotte Hornets
Zumindest haben die Hornets schon einmal die Summer League gewonnen. Es dürfte der Höhepunkt der Saison sein, denn viel mehr wird nicht passieren. Eine volle Saison von Lonzo Ball wäre wünschenswert, mit Collin Sexton gibt es nun einen weiteren Guard. Davon hat Charlotte jetzt jede Menge, im Frontcourt ist es dagegen eher dünn. Ist Mason Plumlee tatsächlich der Starter? Wie passt Nr.4-Pick Kon Knueppel auf den Flügel zwischen Brandon Miller und Miles Bridges?
Level 2: Hoffen auf die Play-Ins
Platz 12: Chicago Bulls
Josh Giddey hat weiterhin noch keinen Vertrag unterschrieben, womit die Offseason unvollständig ist. Viel verändert hat sich am Kader nicht, nur Lonzo Ball wurde per Trade abgegeben. Rookie Noa Essengue (#12) wird Zeit brauchen. Die zweite Saisonhälfte war gut, doch war es womöglich nur Katzengold? Die Bulls haben einige gute Akteure, aber keinen echten Go-to-Guy.
Platz 11: Toronto Raptors
Die Raptors haben ähnliche Probleme, auch wenn die Starting Five mit Quickley, Barnes, Barrett, Ingram und Pöltl nicht schlecht aussieht. Was fehlt, ist definitiv Shooting - und genau dies limitiert die Mannschaft. Spannend: Wie geht es nach dem Rücktritt von Masai Ujiri weiter? Wird weitergewurstelt oder womöglich schnell die Handbremse gezogen? Auf Toronto sollte man ein Auge werfen.
Level 3: Völlig unmöglich zu ranken
Platz 10: Philadelphia 76ers
Joel Embiids Status bleibt fraglich, Paul George musste schon wieder operiert werden. Das sind die großen Fragezeichen, von denen die komplette Saison abhängt. Es ist eine komische Situation. Einerseits läuft Embiid langsam die Zeit davon, auf der anderen Seite muss Nr.3-Pick V.J. Edgecombe auch integriert werden. Funktioniert das mit Tyrese Maxey? Sind die Sixers ohne größere Forwards zu klein? Philly ist mal wieder die Wundertüte der Eastern Conference. Zwischen Tanking und Conference Semifinals ist vieles möglich.
Level 4: (Ex-)Contender machen Pause
Platz 9: Boston Celtics
Drei Fünftel der Starting Five werden in der kommenden Saison nicht spielen. Porzingis und Holiday sind weg, Tatum wird mit einem Achillessehnenriss wohl die komplette Saison verpassen. Was bleibt? Derrick White, Jaylen Brown, Payton Pritchard und womöglich Anfernee Simons als weiterer Schütze. Der Frontcourt ist komplett ausgedünnt, auch Al Horford wird aller Voraussicht nach nicht zurückkehren. Es spricht einiges dafür, dass Boston erstmals seit 2014 die Playoffs verpasst.
Platz 8: Indiana Pacers
Auch in Indy ist der Aderlass groß, natürlich vor allem aufgrund der schweren Verletzung von Haliburton, aber auch durch den Abgang von Turner. Eine gewisse Tiefe ist noch da, aber vor allem auf den großen Position wird es schnell schwierig. Das von Rick Carlisle installierte System sollte aber weiter funktionieren, weswegen Indiana über die Saison zumindest solide sein sollte.
Level 5: Die Playoff-Anwärter
Platz 7: Detroit Pistons
Die Pistons tauschten Schröder und Beasley im Prinzip gegen LeVert und Robinson, dazu kommt Ivey nach schwerer Verletzung zurück. Beasleys Shooting wird fehlen, Robinson ist zwar auch elitär, aber nicht ganz so gewissenlos. Dennoch dürfte das Team ähnlich gut wie im Vorjahr sein und damit auch wieder zwischen 42 und 46 Siegen holen.
Platz 6: Miami Heat
Was für Miami spricht: Es gibt kein Jimmy-Butler-Drama mehr, dazu ist der Kader etwas tiefer. Es fehlt weiter ein weiterer guter Ballhandler, dafür dürfte Powell als Movement-Shooter sehr gut passen. Dieser Kader wirkt dennoch so, als ob da noch ein größerer Trade kommt. Dennoch sollte es niemand wundern, wenn sich Miami diesmal wieder direkt für die Playoffs qualifiziert.
Platz 5: Atlanta Hawks
Die Hawks sind einer der heimlichen Gewinner dieses Sommers. Johnson kehrt zurück, Porzingis ist ein massives Upgrade auf der Fünf. Beim Letten schwingen immer Verletzungssorgen mit, doch Okongwu ist ein guter Backup. Alexander-Walker ist ein weiterer langer, athletischer Verteidiger, sodass Youngs defensive Probleme besser kaschiert werden können. Das ist ein sehr interessanter Kader, der im schwachen Osten durch Chancen hat, zumindest eine Playoff-Serie zu gewinnen.
Platz 4: Milwaukee Bucks
Die Bucks sind eine weitere kleine Wundertüte. Solange Giannis da ist, werden die Bucks ein Playoff-Team sein, auch wenn es auf der Eins dunkel ist. Zumindest quillt der Kader mit guten Schützen über, das ist vor allem in der Regular Season ein guter Indikator für Siege. Dazu gibt es wieder etwas Kontinuität und vor allem mehr Tiefe, auch wenn es nicht berauschend ist.
Platz 3: Orlando Magic
Die Magic kratzen am Contender-Status, noch fehlt ein Tick Shooting. Hier würden bessere Quoten von Franz Wagner helfen, ansonsten sind fast alle Positionen doppelt besetzt. Ein weiterer Forward, der werfen kann, wäre wünschenswert, gleichzeitig wird die Defense erneut elitär sein. Bleibt Orlando diesmal von Verletzungen verschont, sollten 50 Siege möglich sein.
Level 6: Die Contender
Platz 2: New York Knicks
Die Ära Thibodeau ist vorbei, das Personal ist aber beinahe unverändert. Mike Brown steht nun an der Seitenlinie, neu sind die beiden Backups Clarkson und Yabusele, die dem Kader etwas mehr Tiefe geben. Das macht die Knicks nicht unbedingt besser, aber der Qualitätsverlust der Conference katapultiert die Knicks auf der Stelle unter die Top-Favoriten. Und: Vergangene Saison reichte es ja auch schon für die Conference Finals.
Platz 1: Cleveland Cavaliers
War die Serie gegen Indy ein Ausrutscher? Auf dem Papier sind die Cavs wieder das Top-Team im Osten, auch wenn der Verlust von Backup-Guard Ty Jerome schmerzt. Ball kann ihn zwar ersetzen, doch wie viele Spiele kann der ehemalige Nr.2-Pick wirklich gehen? Ansonsten herrscht Konstanz im Kader, alle Positionen sind doppelt besetzt und mit Nance Jr. wurde die Big-Men-Rotation sinnvoll ergänzt.