Der Elefant hat mit Harrison den Raum verlassen. Was nun Dallas Mavericks? Eine Bilanz von 3-8, ein alternder Kader mit zwei häufig verletzten Superstars, dazu gesellt sich mit Cooper Flagg eines der größten Talente der vergangenen Jahre. Alles schreit danach, dass Dallas sich neu erfinden und dabei schwierige Entscheidungen treffen muss.
Zwar sprach Governor Patrick Dumont davon, dass man weiterhin eine Mannschaft aufbauen wolle, die um den Titel spielt, gleichzeitig war nicht die Rede davon, wie lange dies dauern wird. Ist Dumont bereit, mehrere Schritte nach hinten zu machen? Man kann es ihm nur empfehlen. Für den Moment übernehmen Harrisons Assistenten Michael Finley und Matt Riccardi, unter anderem wird Ex-Jazz-GM Dennis Lindsey als neuer starker Mann in Dallas gehandelt.
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Arbeit gibt es jede Menge. Kyrie Irving wird in diesem Kalenderjahr wegen seines Kreuzbandrisses nicht mehr spielen, ohne ihn ist die Situation auf Guard miserabel und auch der zweite Star Anthony Davis ist so (wenn er spielt) als Vierer wenig effizient. Hier muss Dallas ansetzen. Zwar wird man für Davis kein massives Pick-Paket bekommen, gleichzeitig kann so aber ein Zeichen gesetzt werden, dass ein Neuanfang beginnt.
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Mavs: Der Fokus muss auf Flagg liegen
Dieser Neuanfang muss sich komplett um Flagg drehen, dazu sollte auch Center Dereck Lively II. (23) zu den Kernspielern zählen. Im Idealfall darf auch das Flagg-Experiment als Spielmacher begraben werden. D’Angelo Russell oder Brandon Williams können Entlastung sorgen. Ob es Siege bringt? Das sollte in dieser Saison zweitrangig sein.
Die Mavericks halten im kommenden Sommer ihren eigenen Pick, danach haben sie bis einschließlich 2030 keinerlei Kontrolle mehr über das Schicksal ihrer Auswahlrechte. Umso sinnvoller ist es, in einer knüppelharten Western Conference ein Jahr Pause zu machen und sich neu aufzustellen. Wenn man dann noch Picks ansammeln kann (im Idealfall Teile der eigenen zurückholen), umso besser.
Viel anzubieten haben die Mavs mit Ausnahme von Davis aber nicht. Klay Thompson dürfte in der derzeitigen Verfassung wenig Interesse wecken, gleiches gilt für Caleb Martin. Daniel Gafford ist ein solider Rollenspieler, gleiches gilt für P.J. Washington, der mit 27 Jahren aber auch für das nächste Mavs-Team noch ein Puzzleteil sein kann.
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* Spieler-Option, ** Team-Option, *** nicht garantiert, UFA = Unrestricted Free Agent, RFA = Restricted Free Agent
Mavs: Davis muss getradet werden
Und Irving? Dem sollten die Mavs alle Zeit der Welt geben. Als angesehener Leader könnte sein Beitrag für das Team noch wertvoll werden, ein unvorteilhafter Trade ist im Moment nicht notwendig. Hier kann mit einer Entscheidung noch gewartet werden.
So verfahren die Situation auch scheint, mit Flagg haben die Mavs schon wieder einen jungen Eckpfeiler für die kommenden Jahre und damit den schwierigsten Part in der NBA erledigt. Sie haben einen jungen Star, um den es sich aufzubauen lohnt. Das sollte auch die Führung verstehen, um nicht die Gegenwart zu jagen, sondern die Zukunft. Und das muss mit einem Trade von Anthony Davis beginnen.
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