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"Er wird in unseren Herzen weiterleben": Biathlet Bakken beigesetzt

kicker

Die Biathlon-Welt trägt tiefe Trauer: Sivert Guttorm Bakken ist am Dienstagmorgen in seiner Heimatstadt Lillehammer beigesetzt worden. In der vollbesetzten Kirche Nordre Al verabschiedeten sich neben Familie und Freunden auch zahlreiche Teamkollegen um Gesamtweltcupsieger Sturla Holm Lägreid oder Johan-Olav Botn mit einer emotionalen Zeremonie. Am weißen Sarg des mit 27 Jahren kurz vor Weihnachten verstorbenen Norwegers wurden zahlreiche Kränze niedergelegt, neben dem Altar standen zwei Bilder von Bakken sowie zahlreiche Kerzenständer.

"Es war wunderschön. Vor allem eine unglaublich würdige Ehrung", sagte Teamkollege Vetle Sjaastad Christiansen gegenüber einheimischen Medien: "Aber das Schöne und das Traurige gehen oft Hand in Hand. Es war natürlich unglaublich traurig, aber es gab auch viele schöne Worte, die Sivert so beschrieben, wie er war. Es war sehr bewegend." Die norwegische Männer-Mannschaft war zwischen den Weltcups in Oberhof und Ruhpolding geschlossen zur Beerdigung in die Heimat gereist, wird am Dienstagabend wieder nach Deutschland zurückkehren.

Gedenkfeier in einer Kapelle in Ruhpolding

"Für mich war es wichtig, hier zu sein, um mich von Sivert zu verabschieden", sagte Lägreid: "Er wird die ganze Saison über und bis zu den Olympischen Spielen bei uns sein. Ich bin nicht besonders christlich, aber jetzt verstehe ich, was es bedeutet, dass man in anderen weiterlebt. Sivert wird in unseren Herzen weiterleben."

Die norwegische Frauen-Nationalmannschaft konnte nicht an der Beerdigung teilnehmen, da sie bereits am Mittwoch einen Staffellauf bestreiten muss. Für sie und all diejenigen, die nicht nach Norwegen reisen konnten und sich Bakken verbunden gefühlt hatten, gab es parallel eine kleine Gedenkfeier in einer Kapelle in Ruhpolding.

Ermittlungen zur Todesursache dauern noch an

Es sei "ein schwerer Tag für alle, die hier sind, aber es ist auch gut, dass wir uns versammelt haben, um Sivert einen würdigen Abschied zu bereiten", betonte Emilie Nordskar, Generalsekretärin des norwegischen Skiverbandes. Am 23. Dezember war Bakken von seinem Teamkollegen Johan Olav Botn tot in seinem Hotelzimmer im Höhenlager von Lavaze in Südtirol aufgefunden worden. Er trug eine Höhentrainingsmaske, deren Umstände noch geklärt werden müssen. Die Ermittlungen zur Todesursache dauern noch an, der Bericht soll in der ersten März-Woche vorliegen.

Die Anteilnahme war auch am Dienstag riesig, schon weit vor Beginn der Zeremonie hatten sich vor der Kirche in Lillehammer lange Schlangen gebildet. Die Beerdigung dauerte schließlich rund anderthalb Stunden. Es sei "nur ein vorläufiger Abschied. Wir nehmen viele schöne Erinnerungen mit ins Herz", betonte Nationaltrainer Per Arne Botnan.