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Anthony Joshua vor seinem härtesten Fight: "Das kann mental ermüdend werden"

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anthony-joshua-spurs-stadium-matchroom-ftr Mark Robinson/Matchroom Boxing

Nicht Tyson Fury, sondern Oleksandr Usyk heißt der nächste Gegner des dreifachen Schwergewichts-Weltmeisters Anthony Joshua. Nachdem der für August geplante Vereinigungskampf mit Landsmann Fury ausfiel, wird Joshua nun von der WBO vor eine Pflichtverteidigung gestellt. Und Joshua warnt selbst: Mit Usyk wird die Aufgabe für ihn keinesfalls leichter.

Auf die Frage, ob Usyk sein härtester Gegner bis jetzt sein wird, antwortet Joshua im Interview mit Sky Sports: "Hundertprozentig, ja." Ausschlaggebend dafür ist vor allem die Beinarbeit des Ukrainers. "So wie er sich bewegt, stehst du nie an einer Stelle. Du musst dich konzentrieren: Wenn du schlagen willst, musst du ihn festmachen, dann startest du erst deinen Angriff. Dafür musst du sichergehen, dass dein Kopf funktioniert. Das kann mental ermüdend werden." 

Um nicht nur körperlich, sondern eben auch mental auf der Höhe zu sein, bereitet sich Joshua explizit vor: "Ich schärfe meine Sinne, sodass ich mich zwölf Runden lang konzentrieren kann." Um im richtigen Moment die Chance zu nutzen, feilt Joshua zudem an seiner Schlagfrequenz: "Ich trainiere so, dass ich vier Mal hintereinander zuschlagen kann, nicht nur einmal." 

"Ich kämpfe gegen einen Zwölf-Runden-Boxer"

Bis zum 25. September hat Joshua, Schwergewichts-Weltmeister der Verbände IBF, WBA und WBO, noch Zeit, dann steigt er gegen Usyk im Tottenham Stadium in den Ring. Usyk kämpft seit Oktober 2019 im Schwergewicht und war zuvor unumstrittener Cruisergewichts-Weltmeister und damit der erste und bislang einzige Boxer, der die Gürtel der vier großen Box-Verbände im Cruisergewicht vereinigen konnte. 

Joshua Usyk Banner 25. September DAZN

"Ich kämpfe gegen einen Zwölf-Runden-Boxer", sagt Joshua über seinen leichteren und beweglicheren Gegner, "also wäre es dumm von mir, zu massig in den Kampf zu gehen, mit Muskeln, die früh nach Sauerstoff schreien. Also bereite ich mich wie ein 15-Runden-Kämpfer vor. Ich werde konditionell in einem Top-Zustand sein. Das wird der Schlüssel sein." 

Joshuas letzter Kampf fand am 12. Dezember statt, als er Kubrat Pulew in der neunten Runde ausknockte. Seine einzige Niederlage in 24 Profikämpfen ist damit nach wie vor der Sensationssieg von Andy Ruiz im Jahr 2019. Usyk wiederum ist in 18 Profikämpfen noch ungeschlagen. In seinen bislang zwei Schwergewichtskämpfen besiegte er Chazz Whiterspoon und Dereck Chisora. 

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