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Karriereende von Oleksandr Usyk? Ex-Champions Carl Frampton und Tony Bellew blicken voraus

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Oleksandr Usyk gilt als der beste Schwergewichtsboxer seiner Zeit. Für viele gehört er sogar zur Riege der besten aller Zeiten. Das will er als nächstes gegen Daniel Dubois beweisen. Nach Anthony Joshua und Tyson Fury hat Usyk gegen Dubois die Chance, den dritten Widersacher seiner Legacy ein zweites Mal zu besiegen und keine Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen zu lassen. 

Usyk Dubois 2 Header

Die früheren Weltmeister Carl Frampton und Tony Bellew haben derweil unterschiedliche Ansichten darüber, was Oleksandr Usyk als Nächstes tun wird, sollte der Ukrainer Daniel Dubois am kommenden Wochenende tatsächlich besiegen. Er wäre dann zum zweiten Mal in eineinhalb Jahren der uneingeschränkte Weltmeister im Schwergewicht. Das hat vor ihm zuletzt Lennox Lewis im Jahr 1999 geschafft. 

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Frampton und Bellew, beide einst unumstrittene Weltmeister im Cruiser- und Schwergewicht, diskutierten in der Sendung First Round TV’s, ob Usyk dann überhaupt noch etwas zu beweisen habe. Für Frampton offensichtlich nicht, denn er vertrat die Meinung, dass er an Usyks Stelle wohl in den Ruhestand gehen würde. Gleichzeitig könnte jedoch auch die Versuchung, noch einen weiteren Ex-Weltmeister wie Joseph Parker zu schlagen, für den Ukrainer noch reizvoll sein.

Carl Frampton bringt Joseph Parker als Usyk-Gegner ist Gespräch

"Wenn dieser Mann gewinnt, hat er wirklich alles erreicht", sagt Frampton und bringt den Neuseeländer ins Spiel: "Vielleicht bleibt Parker noch, und ich könnte mir vorstellen, dass er das auch noch machen will. Aber wenn ich an seiner Stelle wäre: Was er im Cruisergewicht geschafft hat, was er im Schwergewicht erreicht hat, er hat alle Top-Leute geschlagen, mit Ausnahme von Joe Parker, weil sich die Gelegenheit noch nicht ergeben hat." 

Sollte Usyk sich tatsächlich für einen Kampf gegen Parker entscheiden, sieht Frampten auch hier Usyk klar im Vorteil: "Ich mag Big Joe sehr, aber in einem Kampf gegen Joe müsste man Usyk als Favoriten sehen. Für mich persönlich: Wäre ich Usyk, würde ich danach aufhören." 

Der frühere WBC-Cruisergewichtsweltmeister Tony Bellew sieht es etwas anders. Er ist der Meinung, dass Usyk schon jetzt mit dem Gedanken an den Rücktritt spielt. Er bezieht sich dabei auf ein Gespräch, das er 2024 mit seinem ehemaligen Gegner geführt hat: "Ich habe ihn interviewt. Ich habe ihn zuerst gefragt, was für ihn noch übrig ist, und er sagte: zwei Kämpfe. Dann hat er mich gefragt: 'Wie ist das eigentlich, wenn man in Rente ist? Wie fühlt sich das an?' Und das sagt mir, dass er bereits darüber nachdenkt."

Tony Bellew sieht das baldige Karrieende von Oleksandr Usyk kommen 

Auch eine Rückkehr ins Cruisergewicht, die Usyk angeblich hin und wieder in Erwägung zieht, ist für Bellew keine Option. Er selbst machte den Wechsel vom Cruiser- ins Schwergewicht und zurück durch. 2018 war das, als Bellew nach einem kurzen Abstecher in die Königsklasse wieder ins Cruisergewicht zurückgekehrte und dort gegen Usyk um alle vier Titel boxte. Usyk siegte damals per technischen K.o. in Runde acht, es war Bellews letzter Profikampf.

Jetzt glaubt er nicht, dass Usyks Körper eine Rückkehr ins Cruisergewicht verkraften würde: "Er weiß, dass es (das Karriereende, Anm.) bald so weit ist. Er hat mittlerweile begriffen, dass er niemals wieder ins Cruisergewicht zurückkehren kann. Er hat vor seinem ersten Kampf gegen Tyson Fury noch in einem Interview gesagt, dass er wieder ins Cruisergewicht gehen und dort erneut dominieren wolle. Aber jetzt hat er eingesehen, dass sein Körper das nicht mehr mitmacht."