Kristian Prenga hat die Vorwürfe, dass er seinen Kampf gegen Anthony Joshua manipuliert hätte, deutlich zurückgewiesen. Der Albanier verwies die Spekulationen in das Reich der Fabeln.
"Ich bin nicht käuflich. Das ist das Wichtigste. Das verspreche ich dir", sagte Prenga in einem Interview mit Boxing Scene. Zuvor wurde in einem Format bei talkSport darüber spekuliert, dass Prenga nach der ersten Runde seine Taktik hatte ändern müssen, um den lukrativen Kampf zwischen Joshua und Tyson Fury am Leben zu erhalten. Durch Joshuas Sieg wird die von vielen herbeigesehnte “Battle of Britain” wohl Ende dieses Jahres stattfinden.
Prenga wehrte sich nun vehement gegen diese Anschuldigungen: "Warum sollte ich den Kampf verkaufen? Wenn ich gewinne, verdiene ich mehr Geld, als wenn ich den Kampf verkaufe."
Der 35-Jährige war bei Joshuas Comeback nach dessen folgenschweren Autounfall nahe an der Sensation dran. Beim Fight in Riad startete Prenga fulminant und brachte Joshua in Runde eins sogar zweimal zu Boden.
AJ taumelte, nachdem er zweimal angezählt worden war, und rettete sich mit dem Gong in die Rundenpause. Nach der kurzen Pause übernahm der Brite jedoch die Führung und knockte Prenga in Durchgang zwei aus.
Prenga gab zu, dass er bereue nicht selbst auf dem Gaspedal geblieben ist: "Ich weiß, wenn ich [angreife], kann ich den Kampf vielleicht beenden." Er gab an, in der Ringpause auf die Anweisungen seines Coaches Muhammad Abdul Salaam gehört zu haben. Demnach sollte er seine Atmung kontrollieren, sich bewegen und den Doppel-Jab setzen.
Prenga vermutet, dass sein Coach Angst davor hatte, dass er sich zu sehr verausgabe. Schließlich war der Kampf auf zwölf Runden angesetzt.
"Ich gehe in die falsche Richtung, ich laufe direkt in seine Rechte. Es ist nicht mein Stil, zurückzuweichen. Mein Stil ist es, nach vorne zu boxen. Druck auszuüben", sagte er über den weiteren Verlauf des Kampf. "Aber Gottes Plan sieht vor, dass er [Joshua] gewinnt, und ich bin gesegnet, und Gott segne ihn, denn ich bin glücklich mit dem, was Gott mir schenkt", führte Prenga aus.
Der Albaner steht nun bei einer Bilanz von 20:2 und hat seine Aktien für kommende Kämpfe verbessert. Aufgrund des Knockouts darf er in den drei Monaten nach dem Kampf gemäß der Regularien des Boxverbandes keinen weiteren bestreiten.