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0:4 gegen Searle: Schindler scheitert krachend in Runde 3 der Darts-WM

kicker

Mit Ricardo Pietreczko erwischte es in der gestrigen Abendsession den ersten von vier Deutschen, die vor Weihnachten das Ticket für Runde 3 gelöst hatten. "Pikachu" unterlag dem Schweden Andreas Harryson mit 2:4. Besser machen wollte es am Sonntag Martin Schindler. Der nationale Primus und die Nummer 13 der Welt eröffnete die Nachmittags-Session gegen Ryan Searle. Trotz des scheinbar souveränen 3:0-Sieges in Runde 2 gegen den Iren Keane Barry sagte Schindler im Nachgang, dass er "nicht zu 100 Prozent da" gewesen sei. Gegen Searle wollte Schindler, der noch nie das Achtelfinale bei der Darts-WM erreichte, nun sein A-Game zum Besten geben.

Doppel bremsen Schindler aus

Und es begann traumhaft: Schindlers erste Aufnahme brachte direkt die erste 180. Doch Searle sicherte sich das erste Break und gewann den ersten Durchgang mit 3:1. Trotz verbessertem Scoring scheiterte Schindler an den Doppeln, nach zwei Sätzen stand er bei desolaten 2/13. Anders Searle, der spektakulär eine 151 zum Break checkte und kurz darauf auf 2:0 in den Sets erhöhte.

Searle kam immer mehr in Fahrt, steigerte seinen Average auf über 100 Punkte und ließ Schindler gar nicht mehr in die Nähe eines Doppelversuchs kommen. Schindler sah kein Land mehr und ging im dritten Satz leer aus - sang- und klanglos ging der dritte Satz mit 3:0 an den Engländer.

Nach nicht mal 24 Minuten ist alles vorbei

Ohne Pause ging es in den vierten Satz, der schon die Entscheidung besorgte. Schindler fand nicht mehr zurück in sein Spiel. Searle sicherte sich erneut alle drei Legs und zog mit einem Ausrufezeichen ins Achtelfinale. Nach 23 Minuten und 52 Sekunden Spielzeit war die Partie schon wieder vorbei. Schindler konnte in der ganzen Partie nur zwei Legs für sich entscheiden und beendete das Spiel mit einer Doppelquote von 2/15 (13,3 Prozent). So muss Schindler weiter auf sein erstes Achtelfinale bei der Darts-WM warten.

„Ryan war gnadenlos. Ich habe verdient verloren.“ (Martin Schindler)

"Es wird ein anderes Spiel, wenn ich im ersten und zweiten Satz die Doppel treffe", sagte Schindler im Anschluss im Interview bei DAZN. Eine derart schwache Ausbeute auf die Doppel dürfe "natürlich nicht passieren". Anders sein Gegner: "Ryan ist über mich hinübergelaufen. Auch wenn es gegen mich aussah, habe ich jederzeit an mich geglaubt. Aber Ryan war gnadenlos. Ich habe verdient verloren." Dennoch bilanzierte er: "Es war eine gute WM. Ich war nach Weihnachten noch mit dabei, das zählt für mich."

Auf Ryan Searle wartet stattdessen im Achtelfinale nun mit James Hurrell eine der Überraschungen bei dieser Darts-WM. Der Engländer hatte am Samstagabend mit Stephen Bunting die Nummer 4 der Welt sensationell ausgeschaltet.