Die berühmte "Ally-Pally-Wespe" hat sich pünktlich zum Finale der Darts-Weltmeisterschaft in London zurückgemeldet.
Beim letztlich eindeutigen und nach 0:1-Rückstand mit einem klaren 7:1 gelösten Endspiel zwischen dem neuen und alten Titelträger Luke Littler und dem Niederländer Gian van Veen flog die Wespe während des fünften Satzes auf die Bühne und schwirrte für längere Zeit um den siegreichen Engländer herum.
Dieser musste seine Wurfbewegung kurzzeitig unterbrechen und wirkte leicht genervt.
Mehrere Vorfälle
Die Fans reagierten mit Humor und widmeten der Wespe im Alexandra Palace direkt einen eigenen Gesang. Während des seit 11. Dezember laufenden WM-Turniers gab es immer wieder Berührungen zwischen den Profis auf der Bühne und der Wespe, die fast schon traditionell in der Eventlocation im Norden Londons schwirrt.
Lourence Ilagan von den Philippinen flüchtete auf der Bühne vor dem Insekt und stieß einen spitzen Schrei aus. Ross Smith machte mit der Wespe ebenfalls Bekanntschaft. Auch Sebastian Bialecki verlor für einen Moment den Fokus, nachdem sich das Tier kurzzeitig auf seinem Kragen niedergelassen hatte. Beim Kenianer David Munyua saß sie kurzzeitig sogar auf dem Gesicht.
Abschied von zwei prägenden Figuren
Die Darts-Szene musste derweil an diesem Abend Abschied von zwei der prägendsten Stimmen ihrer Geschichte nehmen. Für Master of Ceremonies John McDonald und Referee George Noble war das Finale der Weltmeisterschaft am Samstag im "Ally Pally" in London der letzte Auftritt auf der großen Bühne. Beide gingen nach 19 Jahren in den Ruhestand. Rund um das Endspiel zwischen Littler und van Veen wurden Noble (57) und McDonald (65) aufgrund ihrer Verdienste für den Sport in die Hall of Fame der PDC aufgenommen.
McDonald war wie Noble 2007 zur PDC gekommen. "John und George haben in den letzten 20 Jahren maßgeblich zum Wachstum der PDC beigetragen", sagte PDC-Geschäftsführer Matthew Porter. "Wir sind John und George unglaublich dankbar für ihre Beiträge, nicht nur für die PDC, sondern für den Dartsport im Allgemeinen, ihre Aufnahme in die Hall of Fame würdigt ihren enormen Einfluss auf diesen Sport."
Als Ersatz für McDonald steht Lewis Jones bereit, der Engländer war bereits im Turnierverlauf bei mehreren Spielen im Einsatz gewesen. Für Turniere außerhalb Großbritanniens, die von der PDC Europe organisiert werden, steht der Deutsche Philip Brzezinski bereit.
Nobles Abschied wird durch die jüngere Caller-Generation um Huw Ware aufgefangen, wie es bereits nach dem Karriereende von Ikone Russ Bray der Fall gewesen war.
Zugleich war das WM-Finale die letzte Partie in der altehrwürdigen West Hall im Alexandra Palace. Die WM zieht ab dem kommenden Turnier in die Great Hall um, die 5000 Zuschauer und damit 2000 mehr fassen wird als die West Hall.