Nach dem souveränen sowie relativ ereignisarmen 5:0-Sieg von Luke Littler über Krzysztof Ratajski hofften die Zuschauer im Ally Pally im zweiten Viertelfinale der Abend-Session auf mehr Highlights und Spannung. Das Duell zwischen Luke Humphries und Gian van Veen wurde seinen Erwartungen jedoch nur bedingt gerecht.
Humphries gelingt der Satzausgleich
Im ersten Satz lieferten sich beide Kontrahenten noch einen engen Schlagabtausch - mit dem besseren Ende für den Niederländer, der beim Stand von 2:2 den Anwurf von Humphries durchbrach und sich den ersten Durchgang sicherte. Der Engländer schlug jedoch postwendend zurück. Nach vier Legs im zweiten Durchgang stand es 3:1 für den leichten Favoriten.
Es ging nun hin und her im Ally Pally, im dritten Durchgang ließen beide Spieler beim Stand von 2:2 mehrere Pfeile aufs entscheidende Doppel liegen - ehe van Veen in die Doppel-10 traf und nach Sätzen auf 3:1 stellte. Humphries, der in dieser Phase unkonzentriert wirkte und mit seinem Spiel sichtlich nicht zufrieden war, stand nun unter Zugzwang.
Ein wenig aus dem Nichts meldete sich der Mitfavorit im fünften Satz mit einem starken 158er-Finish noch einmal zurück. Doch van Veen spielte erst sechs perfekte Darts und konterte mit einem Zehn-Darter. Der fünfte Durchgang ging mit 3:2 an van Veen.
Humphries wirkte nun nicht mehr überzeugt davon, das Viertelfinale gewinnen zu können. Zu stark war van Veen, der auch im entscheidenden Durchgang klasse aufspielte und den Engländer nicht mehr ins Spiel ließ. Am Ende stand ein klarer 5:1-Sieg für den 23-Jährigen auf der Anzeigetafel, der ins Halbfinale einzog und gleichzeitig Michael van Gerwen nach 13 Jahren als Nummer 1 der Niederlande ablöst.