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Jede Runde ein Knaller: 'Jonny' mit "großem Selbstvertrauen" vor der eEURO

kicker

Fußball-Europameisterschaft in Deutschland, eEURO in Deutschland: Anfang Juli 2024 war alles angerichtet für ein doppeltes Sommermärchen. Daraus wurde allerdings sowohl auf dem realen als auch auf dem virtuellen Rasen nichts. Die Nationalmannschaft scheiterte im EM-Viertelfinale an Spanien, eNationalspieler Umut Gültekin verlor das eSport-Finale gegen Anders Vejrgang.

Knapp anderthalb Jahre später ergibt sich am Controller die nächste Chance auf den Kontinentaltitel - diesmal jedoch ohne Gültekin. Anstelle des Leipzigers vertritt Jonas Wirth den DFB in London, wo am Samstag der eEuropameister ausgespielt wird. 'Jonny' hatte sich zuvor im internen Sichtungsturnier sowie in der europaweiten Qualifikation durchgesetzt - und zählt zum Favoritenfeld.

Wirths gute Erfahrung mit 'Stingray'

Das gilt jedoch für fast alle der Teilnehmer am Final 8. Die Qualitätsdichte ist schon im Viertelfinale enorm hoch - was sich auch an Wirths Auftaktgegner zeigt. Der Deutsche trifft zunächst auf den Engländer Dan 'Stingray' Ray, der im November den FC Pro Open Cup in Europa West gewinnen konnte.

"Stingray ist einer der besten Spieler der Welt in diesem Jahr und wird eine sehr schwere Aufgabe", sagt 'Jonny' im Vorfeld gegenüber kicker eSport. Sollte er gegen den 22-Jährigen verlieren, wäre der Traum vom eEURO-Titel bereits geplatzt: Das Final-Event wird im K.-o.-Format ausgetragen.

'Jonny' hat also Respekt vor seinem Viertelfinalgegner - aber auch gute Erfahrungswerte: "Ich habe ihn schon vor vier Monaten bei der WM geschlagen. Deshalb bin ich mir sicher, dass ich ihn auch dieses Mal schlagen kann", glaubt der frühere Paderborner und Bochumer.

'Jonny' auf der "schwereren Turnierseite"?

Sollte Wirth den Engländer erneut bezwingen, würden die Hürden anschließend aber nicht kleiner: Im Halbfinale träfe er auf eChampions-League-Sieger Emre Yilmaz oder Razvan Puiu, der den November-Cup in Europa Ost gewonnen hat. Im Finale könnte dann Titelverteidiger Vejrgang warten.

"Ich würde sagen, dass meine Turnierseite auf jeden Fall schwerer ist als die andere", schätzt 'Jonny' ein. Letztendlich seien in London aber eh "nur noch sehr gute Spieler dabei". Trotzdem habe er "natürlich die Chance, das Turnier zu gewinnen" - knackige Konkurrenz hin oder her.

"FC 26 liegt mir sehr gut, das hat man auch beim letzten Qualifier gesehen, bei dem ich unter die Top 4 gekommen bin", berichtet Wirth, "Deshalb gehe ich mit großem Selbstvertrauen in den Wettbewerb." Beim November-Cup war er erst im Halbfinale an 'Nassada' vom SC Freiburg gescheitert.

Auch zwei VBL-Profis kämpfen um den Titel

Apropos Freiburg: 'Nassada' tritt beim Final 8 der eEURO zwar nicht an, dafür aber sein Teamkollege Gianluca Mautone. Der Schweizer trifft im Viertelfinale direkt auf Vejrgang. Mit dem Israeli Yuval Blizovsky vom SC Paderborn spielt noch ein weiterer VBL-Profi um Europas Krone. Der Vizeweltmeister von 2024 misst sich zum Start mit dem Italiener Francesco 'Obrun' Tagliafierro.

Die einzelnen Runden werden ohne Hin- und Rückspiel ausgetragen - eine einzige Partie entscheidet. Als Teambau-Voraussetzungen in Football Ultimate Team (FUT) schreibt die UEFA je einen Spieler von jeder Finalnation vor. Ergänzt durch maximal drei seltene Gold-Karten.

"Eine große Ehre, Deutschland zu vertreten"

Das Preisgeld beträgt insgesamt 100.000 US-Dollar, wovon dem neuen eEuropameister der Löwenanteil von 30.000 US-Dollar winkt. Damit aber noch nicht genug: Der Turniersieger sichert sich zudem einen Platz in den Play-Ins für die FC Pro World Championship 2026.

Für Wirth sei es "eine große Ehre, Deutschland zu vertreten". Ob er tatsächlich den Titel holt, kann am Samstag ab 17 Uhr im Twitch-Livestream des DFB verfolgt werden. Als Experten führen Ex-Profi Richard 'Gaucho' Hormes und Coach Corvin 'Deter' Deterding durch die Übertragung.