Rekordverdächtig war Anders Vejrgang im November in die FC Pro Open gestartet, mit einem beeindruckenden Novum schloss er sie zu Beginn des eSport-Jahres 2026 ab: Der Däne legte nach fünf Siegen in der Hinrunde vier Dreier in der Rückrunde nach und fuhr 27 von maximal 30 möglichen Punkten ein - Bestwert in der Geschichte des Wettbewerbs.
Einziger Stolperstein wurde für Vejrgang ausgerechnet das Schlusslicht der Gruppe. Gladbachs Lukas Wolff durchbrach in der vorletzten Partie den Nimbus der Unbesiegbarkeit. In einem 10:7-Spektakel rang er den wiederholten Europameister nieder. Ein Ausrufezeichen, das Wolff jedoch nicht vor dem Ausscheiden bewahrte. Zuvor hatte Vejrgang seine RBLZ-Nachfolger 'Tekkz' und den französischen Serienmeister und 'Jonny'-Vorgänger Leandro Peixoto geschlagen.
Peixoto verliert Playoff-Dreikampf
Verpasst haben die Playoffs auch die besagten 'Tekkz' und Peixoto. Donovan Hunt hatte dank eines knappen 8:7 gegen Wolff noch einmal Hoffnung, musste diese aber direkt im Anschluss gegen Yanis Boucebaine begraben. Für 'LJR Peixoto' ging es bis zuletzt um alles.
Der Twisted-Minds-Profi fand sich in einem Dreikampf mit Diogo Pombo und Boucebaine wieder. Auf die Spitze getrieben hatte diesen das direkte Duell zwischen Pombo und dem siegreichen Peixoto am vorletzten Spieltag. Drei Zähler trennten Peixoto danach von den beiden punktgleichen Playoff-Plätzen - und die Konkurrenz patzte. Während Boucebaine dem bereits ausgeschiedenen Wolff unterlag, stolperte Pombo über den ebenfalls nicht mehr in der Verlosung befindlichen Hunt.
Peixoto hatte das Weiterkommen somit in der eigenen Hand, sah sich aber der größtmöglichen Herausforderung gegenüber: Vejrgang - der nach der Niederlage gegen Wolff nichts anbrennen ließ. Mit 10:5 fertigte er Peixoto ab und schoss gleichzeitig Boucebaine und Pombo auf Rang 2 und 3 in die K.-o.-Phase.
Gänzlich umsonst war Peixotos ungekrönte Aufholjagd jedoch nicht. Als Tabellenvierter verpasste er zwar die Playoffs, kann aber zumindest nächstes Jahr wieder angreifen. Er erhält einen Slot beim Global Qualifier der kommenden Ausgabe der FC Pro Open.
Vejrgang bereits bei der WM
Eine automatische Qualifikation durfte auch Vejrgang feiern. Der Däne steht als Gruppensieger direkt im Viertelfinale des Wettbewerbs und hat somit eine Top-8-Platzierung sicher. Damit ist er nicht nur mindestens beim Global Qualifier der FC Pro Open in FC 27 dabei. Er steht nach verkorkster FC-25-WM bereits sicher als Teilnehmer der FC Pro World Championship 2026 fest.
Vejrgangs Pro-Open-Rekord ist derweil alles andere als in Stein gemeißelt. Bereits in der laufenden Spielzeit könnte er sich die Bestmarke teilen oder gar ganz abgeben müssen.
In Gruppe C um Leipzigs Alihan Hadzhi steht der Ägypter Anas Badr nach der Hinrunde bei vier Siegen aus fünf Spielen und könnte mit dem Dänen gleichziehen. In Gruppe B ist Emre Yilmaz gar ebenso makellos durch die ersten fünf Partien gekommen wie Vejrgang - trotz starker Konkurrenz um Umut Gültekin und den amtierenden Weltmeister Manuel Bachoore.