Der EV Zug musste sich im Hinspiel des Champions-Hockey-League-Halbfinals den schwedischen Gästen von Lulea HF knapp mit 2:3 geschlagen geben. Die Partie in der OYM Hall war dabei über weite Strecken von den Schweden dominiert, die die feinere Klinge zeigten und ihre Chancen konsequent nutzten.
Im ersten Drittel setzten die Gäste die Zuger früh unter Druck. Trotz zahlreicher Chancen konnte Leonardo Genoni zunächst alles entschärfen, doch kurz vor der Pause eröffnete Heikki Liedes das Score für Luleå. Die Zuger hatten bislang nur sporadische Abschlüsse und lagen nach 20 Minuten mit 0:1 zurück.
Das zweite Drittel begann mit weiterhin klaren Vorteilen für die Schweden. In der 26. Minute kam es zu einem ersten Aufbäumen der Zuger, als Vozenilek nur knapp am Pfosten scheiterte. Kurze Zeit später nutzte der EVZ eine Strafe gegen Isac Hedqvist und erzielte durch Jan Kovar den Ausgleich. Doch Lulea konterte sofort: Isac Hedqvist traf per Shorthander zum 1:2, bevor Ben Tardif in der 36. Minute auf 3:1 erhöhte. Somit ging der EVZ mit einem Rückstand von 1:3 ins Schlussdrittel.
Im letzten Abschnitt zeigten die Zuger deutlich mehr Präsenz und erzielten in der 48. Minute durch Tomas Tatar den wichtigen Anschlusstreffer in Überzahl zum 2:3. Die Mannschaft von Trainer Liniger agierte fortan auf Augenhöhe mit den Schweden, ohne dabei unnötige Risiken einzugehen. Chancen auf den Ausgleich blieben bis zum Schluss, doch die Schlusssirene besiegelte die knappe Auswärtsniederlage.
Die Schweden werden nun Zuhause den Vorteil haben, dennoch bleibt mit nur einem Tor Unterschied offen, wer den Finaleinzug schaffen wird. Einfach wird es nicht, doch mit einer solchen Leistung wie im dritten Drittel könnten die Zentralschweizer das Finalticket noch sichern. Auswärts in Schweden wird dies aber keine einfache Aufgabe.
Grosser Dank dieser Ausgangslage geht vor allem an Goalie Leonardo Genoni. Der Nati-Goalie bekam satte 35 Schüsse auf seinen Kasten und hielt trotz Dauerbeschuss stark dagegen - mit einer Fangquote von 91,4%. Dennoch musste er sich dreimal geschlagen geben.