Das Spiel beginnt für den HC Fribourg-Gotteron gar nicht gut. Oliver Jensen trifft nach nur 61 Sekunden sehenswert in den oberen linken Winkel und bringt somit den Helsinki IFK früh in Führung. Gleich im Anschluss folgen auch schon die ersten Strafen auf beiden Seiten, ein Torerfolg gibt es allerdings vorerst noch nicht, auch weil die Finnen in der sechsten Minute an der Latte scheitern.
Besser lief es kurz später auf der anderen Seite: Der HCFG schaltet nach einem Scheibengewinn direkt um, Simon Seiler steckt durch auf Marcus Sörensen und der Schwede lässt sich vor dem finnischen Torhüter nicht zweimal bitten und verwandelt zum Ausgleich.
Den Schwung, den die Freiburger nun mitnehmen könnten, wird aber jäh gebremst. Simon Seiler, der noch kurz zuvor für den Assist beim Ausgleich besorgt war, muss wegen eines Haltens für zwei Minuten auf die Strafbank. Das anschliessende Powerplay nutzen die Finnen in der zehnten Minute zur erneuten Führung, Otto Somppi trifft nach einem Abpraller bei Loic Galley.
Schnelle Freiburger Reaktion im zweiten Drittel
Im ersten Drittel geht es anschliessend noch ziemlich zur Sache, Tore fallen aber nicht mehr. Die Freiburger kommen anschliessend aber besser aus der Kabine. Henrik Borgström bedient sehenswert Atillio Biasca, der nach genau einer Minute im zweiten Drittel seinen dritten Turniertreffer verbucht und das Spiel wieder ausgleicht.
Die Emotionen kochen anschliessend hoch. Erst wird Marcus Sörensen wegen übertriebener Härte für 2'+2' auf die Strafbank geschickt, kurz vor Spielhälfte ist das Spiel für Yannick Rathgeb und Otto Somppi frühzeitig zu Ende. Somppi fällt mit einem Crosscheck ins Gesicht von Rathgeb negativ auf, der Fribourg-Verteidiger lässt sich dies nicht gefallen und packt die Fäuste aus.
Fribourg spielt anschliessend in Unterzahl, arbeitet im Boxplay allerdings solidarisch und scheint nach der Szene um Rathgeb geladen. Nach dem Ablauf der Strafe hält der HCFG den Druck auf die Finnen hoch. Biasca findet von der Bande aus den freistehenden Niklas Friman. Der Verstärkungsspieler vom HC Ajoie bleibt cool und trifft zur erstmaligen Freiburger Führung.
Erst souverän, dann doch noch zitternd
Noch im zweiten Drittel kann sich auch Loic Galley immer wieder auszeichnen und vorne kommt in der 44. Minute die Chance zum Powerplay. Die Freiburger installieren sich schnell in der gegnerischen Zone, ehe Michael Kapla abzieht. Sein Schuss kann der finnische Torhüter noch parieren, gegen das Nachsetzen von Jacob de la Rose ist er anschliessend aber machtlos.
In den folgenden Minuten besteht kein Zweifel mehr am Freiburger Sieg, gar in Unterzahl können sich die Drachen phasenweise durchkombinieren. Nach der 57. Minute beginnt das Zittern dann doch noch. Petrus Palmu wird von Ilari Melart perfekt angespielt und legt die Scheibe cool an Galley vorbei zum Anschlusstreffer. Zu mehr reicht es den Finnen allerdings nicht mehr.
Einen kuriosen und gleichzeitig beängstigenden Moment gibt es dann nach dem Spiel noch. Marcus Sörensen wird zum besten Spieler des HCFG ausgezeichnet, bei Simon Ehammer holt allerdings Captain Julien Sprunger den Preis ab. Der Schwede ist in der zweiten Drittelspause in der Garderobe geblieben, wohl aufgrund einer Verletzung.