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Für Fahrni könnte der Spengler Cup auch ein Schaufenster bieten

kicker

Sechsfacher Nationalspieler ist er, konnte 2021 bei der U-20-Weltmeisterschaft überzeugen und war beim SC Bern nach einer starken ersten Saison die grosse Zukunftshoffnung. Von grossen Erfolgen ist Joshua Fahrni zurzeit allerdings weit entfernt. Hoffnung bringt dem 23-Jährigen etwas überraschend der Spengler Cup.

Seine SCL Tigers sind nämlich gar nicht vertreten und trotzdem ist Fahrni dabei. Gemeinsam mit seinem Agenten und seinem Club wurde der Thuner aktiv, um beim Spengler Cup dabei zu sein. Da beim Helsinki IFK gleich mehrere Spieler verletzt sind, ergab sich die Chance bei den Finnen. "Ich war im Herbst zwei Monate verletzt und kann Spielpraxis gut gebrauchen", sagt er gegenüber dem Blick.

Nun macht es ihm extrem Spass, die Erfahrung zu machen, obwohl das Team, das er verstärkt, bisher in beiden Spielen als Verlierer vom Eis ging. Im Team ist er bereits integriert, obwohl die Sprache eine komplett andere ist. "Das hört sich für mich ähnlich schwierig an wie Chinesisch", witzelt er. In der Garderobe wird natürlich aber hauptsächlich Englisch gesprochen.

Wie geht es weiter?

Nach dem Spengler Cup geht es für Fahrni dann wieder zurück ins Emmental, wo er auch um seine Zukunft spielt. In seinen eineinhalb Jahren in Langnau konnte er bisher mit vier Toren und fünf Assists aus 69 Spielen nicht wirklich überzeugen, in der aktuellen Saison wartet er gar noch auf seinen ersten Scorerpunkt. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass er aufgrund seiner Verletzung erst 15 Spiele absolvieren konnte.

"Vielleicht brauche ich etwas mehr Zeit, um mich zu entwickeln. Im Verlauf einer Karriere muss man auch Rückschritt in Kauf nehmen können." Als ein solcher Rückschritt wurde bereits sein Wechsel vom grossen SCB zum eher kleinen SCLT gesehen, doch Fahrni will weiterhin seinem Weg treu bleiben. Er glaubt auch daran, dass seine Chance und der nächste Entwicklungsschritt kommen werden.

Ob dies allerdings in Langnau geschieht, ist fraglich. Sein Vertrag läuft nach der laufenden Saison aus, die Zukunft ist offen. "Das ist bei mir sicherlich im Hinterkopf, aber zu viel darüber nachzustudieren, bringt mich nicht weiter. Ich versuche, mich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren." Das Hier und Jetzt ist der Spengler Cup, wo er mit Helsinki am Montag um den Halbfinaleinzug spielen wird.