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HCD-Schlüsselspieler Stransky wird aus seiner Heimat umworben

kicker

Mit beeindruckenden 227 Punkten in 272 Spielen der National League hat sich Stransky als einer der besten Offensivspieler der Schweiz etabliert und ist ein heisses Transferziel. Besonders Kometa Brno gilt als Top-Anwärter für die Verpflichtung des gebürtigen Ostravaers. Der Verein, der sich auf die Eröffnung eines neuen Stadions im Brünner Messepark zur Saison 2026/27 vorbereitet, hat bereits intern über eine Rückkehr von Stransky diskutiert. Doch auch Dynamo Pardubice mischt im Rennen mit, wie die Berater des Spielers bestätigt haben.

Die Situation ist jedoch kompliziert: Stransky steht noch bis Frühling 2027 in Davos unter Vertrag. Sollte er vorzeitig wechseln wollen, wären Verhandlungen mit dem Schweizer Club notwendig. Josef Marha, ehemaliger tschechischer Nationalspieler und Davoser Legende, erinnert an den Fall von Roman Cervenka, der 2024 von Rapperswil nach Pardubice wechselte. "Die Schweizer verstehen im Allgemeinen nicht, warum ein Spieler seine Liga und sein Land verlassen will, ausser vielleicht für die NHL", wie Marha SwissHabs zitiert wird.

Neben vertraglichen Hürden spielen auch emotionale und finanzielle Aspekte eine Rolle. "Matej muss selbst entscheiden, ob es sich lohnt oder nicht. Er muss alle Vor- und Nachteile abwägen", so Marha. Stransky verdient in Davos rund 30'000 Franken netto monatlich inklusive Unterkunft und Dienstwagen, wie eine Quelle aus dem Umfeld der National League berichtet. Ein Wechsel nach Tschechien würde möglicherweise ein höheres Gehalt mit sich bringen: Roman Cervenka etwa verdient bei Pardubice geschätzte 58'000 Franken monatlich. Um Stransky zu verpflichten, müsste ein tschechischer Club ein ähnliches Angebot unterbreiten.

Qualitätsunterschied wird immer kleiner

Der Qualitätsunterschied zwischen der Schweizer National League und der tschechischen Extraliga ist laut Experten wie Marha gering. Dennoch geniesst die Schweizer Liga international einen besseren Ruf. "Wenn ein Spieler merkt, dass er es nicht in die NHL schafft, schaut er zuerst in die Schweiz und erst danach in andere Ligen", erklärt Marha. Er ergänzt: "Das Beispiel von Cervenka und jetzt der Versuch, Stransky abzuwerben, zeigen, dass einige tschechische Vereine sich deutlich verbessert haben."

In Davos beobachtet man die Situation genau. "Man ahnt, dass etwas im Gange ist, und wird jeden Versuch, eine Vertragsauflösung auszuhandeln, sehr genau beobachten. Dem Verein ist sein Prestige bewusst, und viele Spieler träumen davon, dort zu spielen. Sie wären sicherlich überrascht, wenn ein so leistungsstarker Spieler um einen Wechsel in die Tschechische Republik bitten würde", betont Marha. Mit zwei Spengler-Cup-Siegen (2024 und 2026) hat Stransky in Davos Erfolge gefeiert, doch ein Meistertitel in der National League steht noch aus. Der HC Davos gilt in der laufenden Saison als einer der Favoriten auf die Meisterschaft.