Im Löwen-Duell hat Lausanne bereits nach wenigen Sekunden die erste Topchance. Brännström lässt seinen Gegenspieler stehen, legt rüber auf Riat, der den Aussenpfosten trifft. Die Partie ist damit sofort lanciert. Es geht im gleichen Stil weiter, und nach drei Minuten schiesst Zehnder nach Zuspiel von Bougro Lausanne aus kurzer Distanz in Führung. Die Antwort der Lions lässt aber nicht lange auf sich warten. Nur eine Minute später schliesst Kukan ab, der Puck bleibt hängen, Grant kommt zum Nachschuss. Die Scheibe wird von Brännströms Schlittschuh noch abgelenkt und fliegt völlig krumm irgendwie ins Netz.
Anschliessend ist es Lausanne, das die besseren Möglichkeiten hat. Immer wieder wird es nach unnötigen Fehlern der Lions gefährlich. So verliert unter anderem Malgin in der eigenen Zone die Scheibe, Czarnik legt quer auf Riat, der alleine vor Zumbühl scheitert. Nach 13 Minuten hat Bayer genug und nimmt sein Time-out, um die Fehler abzustellen. Zunächst zeigt dies jedoch keine Wirkung. Nur eine Minute nach dem Time-out spielt Kukan einen katastrophalen Pass, Brännström kommt frei zum Abschluss, verzieht aber knapp. In der Schlussphase des ersten Drittels kommt der ZSC besser in die Partie. Ein Tor fällt aber nicht mehr.
Lausanne legt gut los im Mitteldrittel. Nach wenigen Minuten kommt Bougro nach einem Abpraller bei Zumbühl zum Abschluss, scheitert aber an einer starken Parade des ZSC-Goalies. Lausanne macht anschliessend weiter Druck, hat ein klares Chancenplus, bringt die Scheibe zunächst aber nicht zum zweiten Mal im Tor unter. Von den Lions kommt wenig, die beste Möglichkeit hat Schwendeler, der sich schön nach vorne tankt und Hughes mit einem Backhand-Abschluss in Verlegenheit bringt. In der 34. Minute ist dann eine Strafe gegen den ZSC angezeigt. Mit einem Mann mehr setzt sich Lausanne in der offensiven Zone fest, Rochette spielt quer durch die Box auf Czarnik, der direkt abschliesst und zum 2:1 trifft. Die Antwort der Lions folgt postwendend. Nur 38 Sekunden nach dem Gegentreffer trifft Riedi per Backhand zum 2:2.
Nach einem ausgeglichenen Start ins Schlussdrittel übernimmt der ZSC das Spieldiktat. Vor allem in der 55. Minute schlägt es beinahe ein. Baechler setzt sich an der Bande schön durch, legt hoch auf Lehtonen, der viel Zeit und Platz hat. Er zieht ab, die Scheibe bleibt kurz offen liegen, Hughes ist am Boden, Lausanne kann aber mit vereinten Kräften klären. In der Schlussphase schiessen die Lions aus allen Lagen und werden in der 59. Minute dafür belohnt. Rohrer spielt quer auf Malgin, der kurvt in der Zone umher, nimmt Mass und versenkt den Puck im rechten oberen Eck - Hughes macht dabei keine gute Figur. Es ist die Entscheidung. Lausanne kann nicht mehr reagieren und verliert das Löwen-Duell.
Kloten schockt den EVZ
Der EHC Kloten sprüht nur so vor Selbstvertrauen! Sofort finden die Zürcher den Tritt, sie treffen früh den Pfosten. In der Folge versucht Zug zwar, die Mittelzone zu verteidigen, aber die Gäste finden immer wieder Lösungen und können sich in der Offensivzone behaupten. Grosse Chancen bleiben aber beidseitig Mangelware, bis Leuenberger eine Scheibe vertändelt und Derungs fast zum Profiteur wird. Er hat etwas Platz und schiesst aus dem hohen Slot an den Aussenpfosten. So kommen die Zuger mit einem blauen Auge davon.
Kloten macht dort weiter, wo es vor der Pause aufgehört hatte und es wird für seinen Einsatz belohnt. Gignac zündet den Turbo und lässt Genoni keine Abwehrchance. Erst eine Strafe gegen Dario Meyer bringt die Zuger besser ins Spiel. Sie nützen das Powerplay zwar nicht, aber ein starker Konter der vierten Linie plus ein Pfostenschuss von Sklenicka dienen als Lebenszeichen. Schliesslich hat Wingerli das Glück des Tüchtigen, als eine Scheibe von Senteler von seinem Schlittschuh kurz vor der Pause über die Linie gelenkt wird.
Nach einigen ausgeglichenen Minuten kommt der EV Zug besser auf. Die Flughafenstädter kommen ins Schwimmen, aber halten sich über Wasser. Kurz vor Schluss kann dann der EHC beinahe selbst reüssieren, doch Ramels Schuss ist zu unpräzise und so muss die Entscheidung in der Overtime gefunden werden. Diese dauert dann nicht lange. Nach 78 Sekunden entscheidet Robert Leino mit einem Ablenker das Spiel und sichert dem EHCK den Zusatzpunkt.