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Was Bern liegen lässt, kassiert Davos

kicker

Für unser Rechenspiel haben wir die Qualifikation 2024/25 mit der laufenden Regular Season verglichen. Anhand des aktuellen Punkteschnitts haben wir berechnet, wie viele Punkte die Teams am Ende der Saison voraussichtlich erreichen werden. Diese prognostizierte Punktzahl haben wir anschliessend mit den tatsächlich erreichten Punkten der vergangenen Saison verglichen

SC Bern: - 30,6

Die Mutzen kommen derzeit überhaupt nicht vom Fleck. Vielfältige Probleme machen den Erfolg schwer: Verletzungspech, Importspieler, die nicht überzeugen, und eine Offensive, die das Tor einfach nicht trifft. Infolgedessen liegt der Punkteschnitt bei lediglich 1,16 - zuletzt hatten die sonst so erfolgsverwöhnten Berner in der Saison 1987/88 einen schlechteren Wert. Auch im Vergleich zur vergangenen Saison fällt die Bilanz ernüchternd aus. Sollte das Team von Heinz Ehlers den aktuellen Schnitt beibehalten, würden am Ende der Qualifikation über 30 Punkte weniger auf dem Konto stehen als noch im Vorjahr.

EHC Kloten: -20,1

Auch der EHC Kloten ist im Vergleich zur vorherigen Saison regelrecht abgestürzt. Immerhin gab es kurz vor der Nati-Pause nach vier Niederlagen en suite wieder einen Vollerfolg. Ob der Sieg gegen Ambri nur ein kurzfristiges Aufbäumen war, wird sich noch zeigen. Die Probleme in diesem Jahr liegen unter anderem in der Offensive. Kein Spieler der Flughafenstädter trifft regelmässig. Die Folge: Kloten stellt die zweitschlechteste Offensive der Liga - nur der HC Ajoie schiesst noch weniger Tore.

HC Ambri-Piotta: -10,9

Anfang Oktober kommt es bei Ambri zum ganz grossen Knall: Nach über neun Jahren legen Sportchef Paolo Duca und Trainer Luca Cereda ihre Ämter nieder. Grund für den gemeinsamen Rücktritt war, dass Präsident Filippo Lombardi sich ohne deren Wissen mit Christian Dubé, einem möglichen Nachfolger als Sportchef und/oder Trainer, getroffen hatte. Ausgelöst wurde die Entscheidung durch die sportliche Krise Ambris. Mittlerweile haben sich die Tessiner zwar etwas gefangen, dennoch spielen sie im Vergleich zur ohnehin nicht überragenden Vorsaison nochmals schlechter.

ZSC Lions: -10,8

Die ZSC Lions stecken diese Saison in einer klaren Krise: von der spielerischen Leichtigkeit der letzten Jahre ist wenig übrig geblieben. Nach zwei Meistertiteln und dem Triumph in der Champions League läuft es im Vergleich zur Vorsaison deutlich schlechter: Die sonst so hochgelobte Offensive spielt weit unter den Erwartungen und gehört ligaweit nur noch zum Durchschnitt. Die Folge: Der "Zett" ist auf dem Weg, rund 10 Punkte weniger zu holen als in der vergangenen Regular Season. Das Minimalziel der direkten Playoff-Qualifikation könnte daher verpasst werden.

SCL Tigers: -9,6

Die Vorzeichen für die SCL Tigers waren vor dieser Saison alles andere als günstig. Mit Stephane Charlin verloren sie nicht nur den MVP der vergangenen Saison, sondern auch einen der Hauptgründe dafür, dass sich die Emmentaler nach über 14 Jahren wieder für die Playoffs qualifizieren konnten. Zu Beginn dieser Spielzeit kam zudem grosses Verletzungspech hinzu. Trotz dieser Rückschläge spielen die Tigers eine solide Saison und mischen weiterhin im Kampf um die Play-Ins mit. Allerdings spiegeln sich die gestiegenen Widerstände in der Punkteausbeute wider: Wenn es so weitergeht, werden die Tigers voraussichtlich rund 10 Punkte weniger holen als in der vergangenen Saison.

EHC Biel-Bienne: -7,3

Bei den Seeländern zeigt sich in dieser Saison vor allem ein Problem: die fehlende Konstanz. Auf brillante Auftritte folgen häufig enttäuschende Darbietungen. Schon in der vergangenen Saison verpassten sie die Play-Ins, und aktuell liegt der Punkteschnitt noch niedriger. Besonders die Defensive bereitet Schwierigkeiten - bislang kassierten die Bieler die drittmeisten Gegentore der Liga. Einzig die ebenfalls zum Teil schwachen Leistungen der Konkurrenz sorgen dafür, dass die Chancen auf einen Platz in den Play-Ins weiterhin bestehen.

HC Ajoie: -5,7

Es ist eine Statistik, die Greg Ireland kaum gefallen dürfte. Trotz einer schwachen Vorsaison und dem abgeschlagenen letzten Platz spielt der HC Ajoie aktuell punktemässig noch schlechter. Das Tabellenschlusslicht der vergangenen drei Jahre startete eigentlich optimistisch in die neue Saison. Mit der Verpflichtung von Kilian Mottet holte Ajoie einen Schweizer Stürmer, der in den letzten Jahren seine Torgefährlichkeit immer wieder unter Beweis gestellt hat. Doch Mottet konnte bislang - wie auch die übrigen Schweizer im Team - kaum überzeugen.

Die Jurassier können sich daher wohl erneut auf die Liga-Qualifikation vorbereiten. Würde es dem Team gelingen, diese zu umgehen, wäre das fast schon eine Sensation.

EV Zug: -3,7

Der EV Zug startete mit klaren Ambitionen in die Saison und wollte um den Qualifikationssieg mitspielen. Davon sind die Zuger jedoch derzeit weit entfernt. Vielmehr müssen sie aktuell um die direkte Playoff-Qualifikation bangen. Die Gründe für die schwierige Saison sind vielfältig: Einerseits muss Coach Michael Liniger gewichtige Absenzen kompensieren, andererseits kämpfen mehrere Leistungsträger mit einer Formschwäche. Folglich präsentieren sich die Zuger für ihre Verhältnisse ähnlich schwach wie in der vergangenen Saison.

Lausanne HC: +2

Die Waadtländer werden den Qualifikationssieg der vergangenen Saison wohl nicht wiederholen. Dies liegt jedoch weniger an eigenen schwächeren Leistungen, sondern vielmehr an den in dieser Spielzeit herausragenden Davosern. Der Playoff-Finalist der beiden letzten Saisons zeigt bislang konstante Leistungen, und die Offensive rund um Theo Rochette und Austin Czarnik überzeugt auch in dieser Spielzeit erneut.

SC Rapperswil-Jona Lakers: +11,5

Die Lakers starteten die Meisterschaft sensationell und sammelten in 17 Spielen 39 Punkte - ein Schnitt von über zwei Punkten pro Partie. Danach jedoch folgte der Einbruch: In den darauffolgenden 15 Spielen kamen die St. Galler nur noch auf 13 Zähler, wodurch die direkte Playoff-Qualifikation plötzlich gefährdet ist. Vergleicht man die aktuelle Saison jedoch mit der vorherigen, zeigt sich: Die Lakers sind insgesamt klar stärker unterwegs.

HC Fribourg-Gotteron: +12,9

Der schwedische Coach Roger Rönnberg wechselte zu Beginn dieser Saison mit hohen Vorschusslorbeeren nach Fribourg. Sein Vorgänger Lars Leuenberger hatte die Fribourger nach einem schwierigen Saisonstart in den Playoff-Halbfinal geführt und war dort erst in Spiel sieben gescheitert - die Messlatte lag dementsprechend hoch. Trotz dieser Erwartungen überzeugt Rönnberg bislang: Mit seinen Drachen spielt er eine starke Regular Season. Die Freiburger liegen auf Kurs, rund 13 Punkte mehr zu holen als in der vergangenen Saison. Rönnberg selbst gibt die Richtung vor: "Wir sind noch nicht bei 100 Prozent" - eine Ansage, die der Konkurrenz Respekt einflössen dürfte.

Geneve-Servette HC: +15,1

Die Genfer verfügen über einen hochkarätigen Kader und zeigen im Vergleich zur vergangenen Saison deutliche Fortschritte. Aktuell sind sie auf Kurs, rund 15 Punkte mehr zu holen als in der letzten Spielzeit - ein Ergebnis, das vermutlich einen direkten Platz in den Playoffs bedeuten würde.

Trotz dieser Verbesserung herrschte in Genf lange Zeit keine Ruhe. Anfang Oktober entliessen die Aigles als erstes Team der Saison ihren Trainer - eine Reaktion auf die 0:8-Niederlage gegen Biel. Zuvor hatten die Genfer bereits das Leman-Derby gegen Lausanne mit 0:11 verloren.

HC Lugano: +25,9

Die vergangene Spielzeit war für den HC Lugano ein komplettes Desaster. Der Gang in die Liga-Qualifikation gegen den HC La Chaux-de-Fonds konnte nur mit Ach und Krach verhindert werden. Die Folge war ein umfassender Umbruch zur aktuellen Saison - und dieser scheint bereits Früchte zu tragen. Die Luganesi sind auf einem guten Weg, die direkte Playoff-Qualifikation zu schaffen. Im Vergleich zur Vorsaison holen die Tessiner inzwischen fast einen halben Punkt mehr pro Spiel.

HC Davos: +29,4

Die Davoser sind ihrer Konkurrenz in der National League enteilt. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Neben den starken Transfers auf diese Saison hin ist vor allem das Spielsystem von Josh Holden, das mittlerweile in der dritten Saison angewendet wird, perfekt implementiert. Zudem verfügen die Bündner mit Matej Stransky über den aktuell wohl besten Spieler der Liga. Der Tscheche läuft zur Höchstform auf und führt die überragende Davoser Offensive an. Die Folge dieser Entwicklung: Der HC Davos ist auf Kurs, fast 30 Punkte mehr zu holen als in der vergangenen Saison - und das, obwohl er mit 86 Punkten und Rang 5 bereits damals eine durchaus solide Spielzeit abgeliefert hat.