Der FC Arsenal hat die Chance auf den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Nur noch wenige Schritte fehlen, und der Premier-League-Klub würde zum ersten Mal überhaupt die Champions League gewinnen. Im Halbfinale geht es zunächst gegen Paris Saint-Germain. Doch ein bekannter Spieler fehlt: Kai Havertz.
Dabei könnte der deutsche Nationalspieler gerade gegen Paris helfen, schließlich erzielte er beim 2:0-Sieg Anfang Oktober in der Ligaphase der Champions League den Führungstreffer für die "Gunners". Auch sonst spielte er eine gute Saison. Entsprechend ist es auch alles andere als freiwillig, dass Trainer Mikel Arteta auf Havertz verzichtet.
Es ist eine Verletzung, die Havertz nun schon seit Monaten außer Gefecht setzt - und die auf ziemlich tragische Art zustande kam. Anfang Februar absolvierte Arsenal ein Kurztrainingslager auf Mallorca, als es passierte. Bei einer Klärungsaktion zog sich der 25-Jährige eine schwere Blessur am Oberschenkel zu.
| Name |
Kai Lukas Havertz |
|---|---|
| Geburtsdatum |
11. Juni 1999 |
| Geburtsort |
Aachen |
| Position |
Offensives Mittelfeld / Sturm |
| Starker Fuß |
Links |
| Verein |
FC Arsenal |
| Vertrag bis |
30. Juni 2028 |
Bei Havertz wurde im Februar ein Muskelriss im Oberschenkel diagnostiziert, der operiert werden musste. Arsenal-Caoch Arteta beschrieb die Situation um Havertz' Verletzung wie folgt. "Er wollte eine Standardsituation blocken, hat sein Bein überstreckt und dann hat er etwas im Oberschenkel gespürt", schilderte der Spanier sichtlich geknickt.
"Wir hatten ein klasse Trainingslager, haben gut trainiert, die Akkus aufgeladen und uns in einer anderen Umgebung erholt. Und dann passiert diese Verletzung auf eine vollkommen unerwartete Weise. Das ist ein natürlich ein schwerer Schlag", stellte er ernüchtert fest.
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Ein Comeback noch in dieser Saison schien ausgeschlossen, zuletzt aber klang Arteta deutlich zuversichtlicher. Das Champions-League-Halbfinale gegen PSG käme zwar zu früh, aber lange könne man ihn "nicht mehr aufhalten". Auch für Bundestrainer Julian Nagelsmann wären das gute Nachrichten mit Blick auf die Nations-League-Finalrunde im Juni.
Kein Wunder, bedenkt man die Wichtigkeit des früheren Leverkuseners. Bis zur Verletzung war der 55-malige deutsche Nationalspieler eine tragende Säule bei den "Gunners". Arteta setzte ihn in erster Linie als Mittelstürmer ein, was Havertz mit 15 Toren und fünf Vorlagen in 34 Einsätzen zurückzahlte.
Da auch der zweite etatmäßige Mittelstürmer im Arsenal-Kader, Gabriel Jesus, aufgrund eines Kreuzbandrisses lange ausfällt, war Arteta in den vergangenen Wochen zum Improvisieren gezwungen. Hauptsächlich wechselten sich Leandro Trossard und Mikel Merino in der Spitze ab.
Dennoch reichte es zum Einzug ins Halbfinale der Champions League. Havertz wird seine Mannschaft auch als Zuschauer kräftig anfeuern.