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Auffällige Blutwerte: Große Sorgen um Chemnitzer Vize-Kapitän Zickert

kicker

Der Chemnitzer FC ist am Mittwoch mit Neuigkeiten aus seiner medizinischen Abteilung an die Öffentlichkeit gegangen, die normale fußballspezifische Maßstäbe überschreiten. Bei Innenverteidiger Robert Zickert seien während der laufenden Sommervorbereitung auffällige Blutwerte festgestellt worden, die Leistungssport aktuell und wohl noch eine ganze Weile unmöglich machen würden.

"Das ist schmerzhaft, weil ich diesen Sport liebe und in den letzten 25 Jahren vieles diesem Weg untergeordnet habe. Aber es ist am Ende eben auch nur Fußball", erklärt der Vize-Kapitän der Sachsen. Wie vergleichsweise harmlos das aktuelle Spiel- und Trainingsverbot ist, wird dadurch klar, dass laut CFC bei medizinischen Untersuchungen erst mal ausgeschlossen werden musste, dass eine ernsthafte oder gar lebensbedrohliche Krankheit vorliegt. Eine genaue Ursache stehe indes noch aus, hierzu seien weitere Untersuchungen geplant.

Schlaflose Nächte

Sportdirektor Chris Löwe schildert, dass die Sorgen um den seit 2020 beim CFC spielenden Routinier groß gewesen seien: "Ich persönlich, aber auch alle anderen im Verein, die nah an der Mannschaft dran sind, begleiten 'Zicke' seit der ersten Diagnose sehr eng. Da war auch die ein oder andere schlaflose Nacht dabei - das möchte ich nicht verschweigen."

Zickert blickt auch auf die vergangenen schweren Tage zurück:  "Der erste Moment nach dem Feststellen des Blutwertes war gewiss nicht leicht. Aber seitdem klar ist, dass es sich um keine lebensbedrohliche Situation handelt, geht es mir gut. Das relativiert vieles im Leben." Gleichzeitig betont der 35-Jährige: "Ich empfinde momentan einfach nur Dankbarkeit - auch, weil mir so viele Menschen helfen."

Löwe und der gesamte Verein gehen nun zweigleisig vor. Zum einen "werden wir Robert weiterhin alle erdenkliche Unterstützung zukommen lassen. Es gibt keinerlei Zeitdruck. Gesundheit und Mensch stehen zu 100 Prozent im Vordergrund." Doch anderseits muss sich Löwe auch um die handelsüblichen Folgen für die Kaderplanung kümmern. Da mit Anton Rücker ein weiterer Defensivakteur aufgrund von hartnäckigen muskulären Problemen ausfällt, muss womöglich noch mal Ersatz auf dem Transfermarkt her. Denn rein sportlich betrachtet reißt Zickert eine große Lücke: "In der vergangenen Saison hat 'Zicke' eindrucksvoll unter Benjamin Duda gezeigt, wozu er auch mit 35 Jahren noch in der Lage ist - wenn er das volle Vertrauen des Trainers und des Umfelds spürt", betont Löwe.