Anfang Juli hatte sich der NOFV um Präsident Winkler die Einsetzung einer Arbeitsgruppe noch vor dem anstehenden DFB-Bundestag im November gewünscht, jetzt scheint sich seine Forderung auch zu materialisieren. So soll am kommenden Montag, dem 18. August, bei der anstehenden Konferenz der Regional- und Landespräsidenten des DFB formal die Einsetzung einer bundesweiten Arbeitsgruppe zur Neuregelung der Regionalligen beschlossen werden.
Wie der Mitteldeutscher Rundfunk berichtet, sprechen sich inzwischen alle fünf Regionalliga-Träger für eine solche Arbeitsgruppe aus. Die Zustimmung der Vereine dafür war breit: In der Nordost-Staffel votierten 17:1 Vereine für die Einsetzung (lediglich der ZFC Meuselwitz war dagegen), im Westen gar alle 18 Klubs. Im Norden sollen es 9:1 Stimmen bei acht Enthaltungen gewesen sein, während es aus Bayern hieß, eine "überwiegende Mehrheit" hätte sich dafür positioniert.
Keine genauen Angaben gab es von der Regionalliga Südwest GmbH, die allerdings Ende Juli zumindest Bereitschaft signalisierte, "sich aktiv in einen möglichen überregionalen Dialog einzubringen", wie es in einer Pressemitteilung hieß. Aus den Vereinen selbst kam zuletzt immer mehr öffentliche Zustimmung.
Ziel: Saison 27/28
In der bundesweiten Arbeitsgruppe sollen jeweils Vereins- und Verbandsverantwortliche aus allen fünf Regionalligen sowie Delegierte von DFB und DFL vertreten sein. Das Ziel ist ein Konzept, wie die Anzahl der Regionalliga-Staffeln von fünf auf vier reduziert werden kann, damit alle Meister direkt in die 3. Liga aufsteigen. Eine Änderung der Abstiegsregel aus der 3. Liga hingegen erteilte DFB-Präsident Bernd Neuendorf jüngst eine Absage; die 3. Liga habe sich in ihrer jetzigen Struktur sehr gut entwickelt und müsse daher unverändert bleiben, so Neuendorfs Position.
Dennoch steht auch der DFB-Präsident hinter den Reformbemühungen: "Wenn sich die Regionalverbände dazu bekennen, eine Arbeitsgruppe zu gründen - wie ich es auch zugesagt habe - unterstütze ich das, und der DFB wird das begleiten", äußerte er bei Sky: "Es ist ein Thema der Regionalverbände, das muss man ehrlich sagen. Aber wir entziehen uns dem nicht, wir stellen uns dem. Und dann schauen wir, was dabei rauskommt."
Geplant ist, eine mögliche Reform der Regionalligen bei einem außerordentlichen DFB-Bundestag 2026 auf den Weg zu bringen, damit sie zur Saison 2027/28 in Kraft treten kann.