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Basis wählt Aytekin und Michel zu DFB-Schiedsrichtern des Jahres

kicker

Es ist das Ergebnis einer einwöchigen Abstimmung, an der alle Unparteiischen in Deutschland teilnehmen konnten. Ihre Trophäen bekamen Aytekin und Michel am Freitagabend im Rahmen des gemeinsamen Saisonabschlusses aller Elite-Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter in Leipzig überreicht.

Wie schon vor zwei Jahren - als die Wahl erstmals an der Schiri-Basis vorgenommen worden ist - werden die beiden somit auch das Cover des neuen Regelheftes für die Saison 2026/27 zieren, wie der DFB berichtet.

Michel: "Danke an alle Schiris"

Michel erhält die Auszeichnung nach 2024 zum zweiten Mal, Aytekin zum Abschluss seiner Karriere gar zum vierten Mal. Die 31-Jährige vereinte im öffentlichen Voting etwas mehr als 60 Prozent der rund 4700 Stimmen für sich und setzt sich gegen die wie Aytekin ausscheidende Dr. Riem Hussein und Davina Lutz durch.

Seit Dezember pfeift Michel auch in der Women's Champions League. Im DFB-Pokal der Frauen leitete sie das Halbfinale zwischen Bayern München und der SGS Essen, in der Frauen-Bundesliga unter anderem das Spitzenspiel VfL Wolfsburg gegen Bayern München und bei den Männern 13 Partien in der 3. Liga.

"Danke an alle Schiris, die für mich gestimmt haben. Und natürlich geht ein herzlicher Dank an meine Kolleginnen, die mich für die Wahl nominiert haben", wird die Unparteiische aus Gau-Odernheim zitiert. Christine Baitinger, Sportliche Leiterin der Schiedsrichterinnen, gratulierte Michel: "Fabienne konnte in dieser Saison national und international überzeugen. Sie ist ein Vorbild für viele junge Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter und zeigt, wo der Weg mit konsequenter Arbeit hingehen kann. Diesen Preis hat sie sich verdient."

Aytekin: "Wahl berührt mich sehr"

Der 47-jährige Aytekin hatte seine Karriere nach 18 Jahren als Bundesliga-Referee im Sommer beendet. Beim Voting bekam der Oberasbacher über 80 Prozent der Stimmen und damit deutlich mehr als die nominierten Konkurrenten Sven Jablonski und Felix Zwayer.

Aytekin leitete in seiner letzten Saison wieder mehrere Topspiele, darunter die Begegnungen zwischen Bayern München und Bayer Leverkusen oder dem VfB Stuttgart und RB Leipzig. "Vielen Dank für die Wahl, die mich sehr berührt und mir viel bedeutet, weil sie von den Aktiven kommt", so der Mittelfranke. "Gleichzeitig muss ich sagen, dass andere es in dieser Saison sportlich genauso verdient hätten. Die letzten Wochen waren sehr emotional für mich und ich bin dankbar dafür, was ich während meiner über 30-jährigen Laufbahn alles von vielen tollen Menschen in der Schiedsrichter-Familie lernen durfte."

Kircher über Aytekin: "Würdigung seiner Gesamtkarriere"

Knut Kircher, Geschäftsführer Sport und Kommunikation der DFB Schiri GmbH, beglückwünschte beide Unparteiische und sprach von der Strahlkraft des Votings auf den Amateurbereich. "Beide punkten auf dem Platz mit ihrer Persönlichkeit, für Deniz Aytekin ist es zudem sicherlich auch eine Würdigung seiner Gesamtkarriere, die er nun beendet."