Die Hinrunde hätte für den FC Bayern kaum besser verlaufen können, die letzten Minuten aber durchaus. Als das Auswärtsspiel beim 1. FC Köln am Mittwochabend seinem Ende entgegentrudelte, verletzte sich Konrad Laimer und musste in der Nachspielzeit vom Feld, obwohl Vincent Kompany kurz zuvor bereits seine letzten Wechseloptionen genutzt hatte.
"Wir müssen schauen. Wenn ich das richtig gesehen habe, hat er was an der Wade gespürt", berichtete Bayerns Chefcoach, der für die kurze Unterzahl auf ein 4-4-1 umgestellt hatte. Man müsse nun abwarten. "Morgen sind wir in München, dann geht er sofort in den Scanner rein."
Laimer hatte sich an der Mittellinie auf den Rasen gesetzt, als die Uhr gerade die 90 Minuten vollmachte. Nach kurzer Behandlung kehrte der österreichische Nationalspieler noch einmal zurück, humpelte aber weitgehend im Mittelfeld herum, ehe er sich schließlich doch vorzeitig auf die Bayern-Bank setzte. Die Kollegen brachten den 3:1-Sieg auch ohne ihn über die Zeit.
Ein Ausfall des Rechtsverteidigers käme zur Unzeit, schließlich hatte sich erst am Sonntag mit Josip Stanisic ein weiterer Außenverteidiger eine Sprunggelenkverletzung zugezogen, die ihn weiterhin zum Zuschauern zwingt. Weil auch Sacha Boey gerade erkrankt fehlt und Joshua Kimmich mit seinen Sprunggelenkproblemen erneut fraglich ist, droht Kompany am Samstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) im Topspiel bei RB Leipzig ein Engpass rechts hinten.
Bei "so vielen Spielen in kurzer Zeit" könne man "schnell drei Spiele verpassen, auch wenn du nur eine Woche raus bist", haderte der Trainer. "Hoffentlich kommen die anderen Spieler schnell zurück", meinte er auch mit Blick auf Jamal Musiala und Alphonso Davies. "Die müssen uns ganz bald helfen."
Entwarnung bei Kane und Ito
Immerhin: Harry Kane, der am Mittwoch im ersten, und Hiroki Ito, der im zweiten Durchgang behandelt werden musste, hat es nicht schlimmer erwischt. "Es geht nur um Konny, weil die anderen durchgespielt haben", gab Kompany Entwarnung.