John Anthony Brooks ist mittendrin in einer Woche, an die er sich vermutlich noch länger erinnern dürfte. Am Mittwoch feierte er seinen 33. Geburtstag. Fürs Wochenende zeichnet sich die nächste Wegmarke ab, die der Innenverteidiger passiert: Brooks, seit seiner Rückkehr zu seinem Ausbildungsverein Hertha BSC Ende August 2024 mit dem Status des Dauer-Patienten versehen, soll gegen den Tabellenzweiten Darmstadt 98 in den Kader rücken.
"Jay wird im Kader stehen für Sonntag, das erste Mal", kündigte Trainer Stefan Leitl am Freitag in der Spieltagspressekonferenz an. "Er ist seit mehreren Wochen komplett im Training integriert. Das Feedback ist gut. Dementsprechend wird er mit dabei sein."
Die Wade, das Sprunggelenk: Immer neue Rückschläge
Die komplette Saison 2024/25 hatte Brooks wegen einer schweren Sprunggelenkverletzung verpasst, die er sich in der ersten Trainingswoche nach seiner Rückkehr nach Berlin zugezogen hatte. Der Plan, im Sommer 2025 neu durchzustarten, schlug ebenfalls fehl. Anfang Juli erlitt der frühere US-Nationalspieler und WM-Teilnehmer von 2014 im Testspiel beim Regionalligisten BFC Dynamo (6:0) eine Muskelverletzung in der Wade. Der Heilungsprozess verzögerte sich, immer wieder wurde der Routinier von Rückschlägen gebremst. Im November machte ihm erneut das Sprunggelenk zu schaffen, die Hinrunde verbrachte Brooks ebenso wie die Saison zuvor komplett im Wartestand.
252 Bundesligaspiele: Brooks' Erfahrung als Pfund
Jetzt - nach fast eineinhalbjähriger Leidenszeit - steht die Ampel endlich auf Grün. 1,94-Meter-Mann Brooks, der neben großer Erfahrung (252 Bundesligaspiele, 45 A-Länderspiele) enorme Kopfballstärke und ein gutes Aufbauspiel mitbringt, erweitert Leitls Möglichkeiten im Abwehrzentrum. Dort ist Marton Dardai aktuell gesetzt. Dardais Nebenmann gegen Darmstadt wird entweder Linus Gechter sein oder - falls Leitl Gechter nach rechts in der Viererkette zieht, wo Deyovaisio Zeefuik gelbgesperrt fehlt - Toni Leistner.
Brooks sitzt auf der Bank, was nach allem, was war, eine Fortschrittserzählung ist. "Ich seh' ihn jetzt nicht in der Startelf", sagte Leitl. "Es ist für Jay der erste Step, zurück in die Mannschaft zu kommen. Wir versuchen, ihm Minuten zu geben, dass er seinen Rhythmus findet."