Mit 1:4 verlor der FC Energie Cottbus sein Zweitrunden-Spiel zu Hause gegen RB Leipzig. Ein weiterer Pokal-Coup wie zuvor gegen Werder Bremen blieb in der Lausitz also aus.
Ärgerlich war für den Drittligisten die Tatsache, dass der überlegene Erstligist bisweilen sehr leicht zu seinen Toren kam. "Wenn man einen Pokalkrimi haben möchte, darfst du keine ruhenden Bälle bekommen. Und bei dem Freistoß zum 0:3 stellt man sich normalerweise vor den Gegner. Wir hätten es spannender machen können", haderte Claus-Dieter Wollitz auf der Pressekonferenz nach Schlusspfiff.
Das zweite und dritte Gegentor fiel nach Standardsituationen, was "gegen so eine gute Mannschaft nicht passieren" dürfe, wie Neuzugang Merveille Biankadi der Lausitzer Rundschau sagte. Somit war das Spiel beim Pausenstand von 0:3 eigentlich schon entschieden.
Wollitz verteidigte seine Aufstellung, in der der formstarke Erik Engelhardt fehlte. Nach seiner Einwechslung erzielte der Torjäger das Cottbuser Ehrentor (86.). "Da war von Anfang an so besprochen. Ich würde es wieder so machen", so der Kult-Trainer des FC Energie. Engelhardts Bank-Rolle habe auch nichts mit der Blessur zu tun gehabt, die der Ex-Osnabrücker aus dem Havelse-Spiel (4:3) davongetragen hatte.
"Die Liga bleibt wichtiger"
Der Spieler selbst fand die Nichtberücksichtigung in der Startelf bei Sky "vollkommen okay". Der Fokus richtet sich in Cottbus schnell auf die nächste Auswärtsreise. Am Samstag tritt der Drittliga-Primus bei den ambitionierten Münchner Löwen an, die zuletzt beim 1:3 in Mannheim wieder einmal einen Dämpfer erlitten hatten.
"Das war ein Bonusspiel, die Liga bleibt wichtiger", sagte Engelhardt am Mittwochabend und hofft auf eine schnelle Beförderung zurück in Wollitz' erste Elf. "Das muss der Trainer entscheiden. Ich vertraue ihm", so der Offensivmann (8 Tore, 1 Assist) augenzwinkernd, der gemeinsam mit Teamkollege Tolgay Cigerci (9/6) an der Spitze der Liga-Torschützenliste thront. An der Grünwalder Straße will der FC Energie sich vorne wieder treffsicher zeigen - hat aber auch, wie die vergangenen drei Pflichtspiele zeigten, hinten seine Reihen zu schließen.