Erzgebirge Aue hat in diesem Jahr alle drei Ligaspiele verloren und sich nach dem 1:3 in Havelse dazu entschieden, den Trainer zu wechseln. Dabrowski soll die Veilchen nun zum Ligaverbleib führen. Für den neuen Mann, der am Dienstag als Nachfolger von Jens Härtel präsentiert wurde, waren es natürlich anstrengende Tage vor dem ersten Ligaspiel.
"Das waren intensive und lange Tage, in denen ich mir erste Eindrücke geholt habe in Form von Einzelgesprächen und auch auf dem Platz. Ich muss sagen, die Mannschaft hat schon eine Bereitschaft gezeigt, Dinge umzusetzen. Die Stimmung war energetisch und die Arbeit dementsprechend so, dass die Jungs sehr fleißig waren. Dementsprechend gehen wir mit einem guten Gefühl Richtung Spiel", sagte Dabrowski gegenüber dem vereinseigenen Kanal.
Die Tabelle ist klar, Aue befindet sich im knallharten Abstiegskampf. Mit 22 Punkten stehen die Erzgebirgler auf dem 17. Platz, haben aber nur einen Punkt Rückstand auf das rettende Ufer. "Eine Saison hat 38 Spiele, da braucht man einen langen Atem, man muss immer wieder versuchen, positiv zu bleiben. Das heißt auch, Rückschläge zu verkraften. Man braucht Geschlossenheit und vor allem eine Gemeinschaft, die daran glaubt, es zusammen zu schaffen. Das habe ich mit meinen Mannschaften bisher gut hinbekommen", zeigte sich der neue Coach zuversichtlich.
Aue kann an Saarbrücken vorbeiziehen
Mit der Partie gegen Saarbrücken wartet am Samstag direkt ein echtes Sechs-Punkte-Spiel. Beide Mannschaften trennt in der Tabelle nur ein Punkt, mit einem Dreier könnte Aue über den Strich springen. "Das ist eine Mannschaft, die mit hohen Ambitionen in die Saison gestartet ist, die mit den höchsten Ligaetat hat und dementsprechend hohe individuelle Qualität in ihren Reihen hat", weiß Dabrowski, fügt jedoch an: "Aber man sieht, dass die Mannschaft Probleme hat. Saarbrücken hat eine lange Phase ohne Sieg, bei ihnen läuft auch nicht alles rund. Da ist mit Sicherheit auch eine Unsicherheit da und die wollen wir ausnutzen." Der letzte Sieg des FCS datiert vom 19. September, seither absolvierte der Klub 15 Spiele ohne Erfolgserlebnis.