Zweites Spiel, zweites Unentschieden: Nach dem 2:2 bei Viktoria Köln wartet Christoph Dabrowski als Trainer von Erzgebirge Aue weiter auf seinen ersten Sieg, in Köln-Höhenberg verpasste seine Mannschaft in der Schlussphase noch den Lucky Punch. Mit einer starken zweiten Hälfte holten die Auer aber immerhin noch einen Zähler, nachdem es nach dem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand durch das Eigentor von Tristan Zobel infolge einer schwachen ersten Hälfte nicht mehr danach ausgesehen hatte.
Besonders das kuriose, wie für den FCE bittere Eigentor von Zobel diente als Paradebeispiel für die schwierige Situation der im Jahr 2026 noch sieglosen Auer: "Wenn man die Scheiße am Hacken hat, hat man die Scheiße am Hacken", kommentierte Dabrowski bei MagentaSport den Gegentreffer. Dass letztlich immerhin noch ein Punkt heraussprang, "muss uns Mut geben", erklärte der frühere RWE-Trainer auch.
Wird Bär zum Trumpf im Abstiegskampf?
Dennoch sei klar: "Am Ende helfen uns nur Siege. Mit drei Punkten machen wir die Schritte." Bei noch 14 ausstehenden Spielen steht Aue weiterhin auf einem direkten Abstiegsrang, jedoch punktgleich mit Saarbrücken auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Der FCS hat aber ein Spiel weniger absolviert.
Helfen soll bei der Aufholjagd auch Marcel Bär. Am Karnevalsfreitag erzielte der nach einer langwierigen Verletzungspause erst später in die Saison gestartete Stürmer sein zweites Saisontor - ganz zur Freude seines neuen Trainers: "Natürlich brauchen wir Cello und seine Tore", betonte Dabrowski.
Rekord-Torschützen der 3. Liga: Bär zieht mit Janjic gleich
Mit seinem Treffer zum Anschluss zog Bär mit Zlatko Janjic gleich und ist nun geteilter Zweiter der Rekord-Torschützen der 3. Liga mit 81 erzielten Toren. Wichtiger als die persönliche Marke sei naturgemäß die prekäre sportliche Situation: "Wir müssen vor beiden Strafräumen konsequenter sein", monierte der 33-Jährige. "Es hat schon Gründe, warum wir unten sind."
Nach dem Willen seines Trainer soll das aber nicht mehr lange so bleiben, auch wenn Aue mit den Heimspielen gegen die Top-Teams aus Cottbus (22. Februar, 16.30 Uhr) und Osnabrück (28. Februar, 14 Uhr) schwere Aufgaben vor der Brust hat. Kann Dabrowski dennoch bald seinen ersten Dreier feiern? "Ich habe diese Aufgabe angetreten, weil ich die Überzeugung habe mit der Mannschaft die Klasse zu halten - und dabei bleibe ich!"