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"Der beste Start, den ich hier erlebt habe": TuS Koblenz siegt in Liga und Pokal

kicker

Auch auf diesem Untergrund bleibt Oberliga-Tabellenführer TuS Koblenz in dieser Spielzeit ungeschlagen. Mit 4:0 setzte sich der Favorit gegen die SG Oberkostenz/Kappel am Mittwochabend durch und qualifizierte sich damit für die nächste Runde des Rheinlandpokals. Das Besondere daran: Die Partie beim Kreisligisten wurde vor mehr als 1.000 Zuschauern auf einem Hartplatz ausgetragen.

Schon in der Liga fuhr der Vorjahresvierte zuletzt drei Siege in Folge ein (3:2 gegen den FV Diefflen, 4:1 beim SC Idar-Oberstein, 2:0 gegen den SV Auersmacher), zuvor war er mit einem 1:1-Unentschieden in Pirmasens in die Serie gekommen. "Es ist der beste Start, den ich hier erlebt habe. Das ist super, aber die Saison ist noch lang und es kann noch vieles passieren", mahnt Daniel von der Bracke, der beim Pokal-Erfolg zur Führung traf. Seit dem Wechsel André Mandts zu den Sportfreunden Baumberg führt der ehemalige Drittligaakteur (VfL Osnabrück) die Elf als Kapitän aufs Feld. "Wir wollen gerne aufsteigen", sagt der 33-Jährige: "Wenn man bei der TuS spielt, gibt es kein anderes Ziel. Aber: Wir haben natürlich starke Konkurrenz, die in der Breite des Kaders vielleicht besser als wir aufgestellt ist." Neben Mandt verließ unter anderem Dylan Esmel (FC Emmelshausen-Karbach) den Traditionsverein.

"Gute Mentalität"

Auf der anderen Seite zeigt sich Trainer Michael Stahl angetan von seinen Neuzugängen - vier von ihnen standen beim 2:0 gegen Auersmacher in der Startformation: Tomoya Kurogi (FC Pesch), Masahiro Fujiwara, Denys Vyrych (beide Bonner SC) sowie Rückkehrer Leon Waldminghaus (Ahrweiler BC). Als "gute Jungs mit einer guten Mentalität" bezeichnet der TuS-Coach die Verstärkungen. "Sie passen zu unserer Idee von intensivem Fußball. Wir hatten gleich ein gutes Gefühl - das hat sich bestätigt."

Seinem Kader verordnete er in der Vorbereitung ein straffes Programm. Zwar gingen die Tests gegen den TSV Schott Mainz, den FC Schalke 04 II und Fortuna Köln allesamt verloren, aus den Duellen mit den klassenhöheren Teams konnten aber wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. "Wer uns kennt, weiß: Wir gehen in jedes Spiel, um es zu gewinnen. Wir können mit unserer ersten Elf jeden Gegner schlagen", erklärt Stahl. Ein "natürlicher Kandidat" für den Titel sei Koblenz aber nicht. Vielmehr sieht der 37-Jährige seine Mannschaft in der Position des Herausforderers. "An der Rolle hat sich nichts geändert. Wir sind maximal ambitioniert." Auf allen Ebenen wachsen - so laute das Ziel für die Saison 2025/26, welches nicht nur den sportlichen Fortschritt des Oberliga-Kaders beinhalte, sondern auch die Entwicklung des Vereins. Stahl, der seinen Vertrag bis Sommer 2026 verlängert hat, blickt in die Zukunft: "Wir wollen das vorhandene Potenzial, die Strahlkraft auf die Straße bringen."

Jugendarbeit auf neues Level heben

Vor wenigen Tagen wurde zudem die Zusammenarbeit mit Bundesligist Eintracht Frankfurt verkündet. "Diese Kooperation ist für uns eine große Chance, unsere bereits sehr gute Jugendarbeit auf ein neues Level zu heben und unseren Talenten Türen zu öffnen, die bis in den Profi-Bereich führen können. Wir möchten die Spieler unterstützen, den nächsten Schritt in ihrer Ausbildung gehen zu können", erklärt TuS-Präsident Christian Krey in einer Vereinsmitteilung. Alexander Richter, Leiter des Eintracht-Nachwuchsleistungszentrums, wird wie folgt zitiert: "Die Region ist in Sachen Scouting sehr interessant für uns. Der Idealfall wird sein, dass ein Spieler, den wir bereits früh kennengelernt haben, bei der TuS eine Atmosphäre vorfindet, in der er sich einerseits wohlfühlt und andererseits gleichsam gefordert wie gefördert wird. Sollten junge Spieler dann bei der TuS zu vielversprechenden Talenten heranreifen, möchten wir ihnen die Möglichkeit bieten, bei uns vorstellig zu werden, Probetrainings zu absolvieren oder Gastspieler zu sein und im besten Fall fester Bestandteil unseres Nachwuchsleistungszentrums zu werden."

In der Oberliga steht nun die Auswärtspartie beim TSV Gau-Odernheim an (Sonntag, 15 Uhr). Tabellarisch ein echtes Topduell, ist der Aufsteiger mit neun Punkten doch fast ebenso stark gestartet. "Sie werden voller Selbstvertrauen spielen, vor vielen Zuschauern. Wir müssen gewarnt sein und voll bereit. Es wird wie ein Pokalfight", so die Prognose Stahls.