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Deschamps missachtet wohl Warnung von PSG: Sorgen um Dembelé

kicker

Sorgenvoll dürften die Verantwortlichen von Paris St. Germain am Freitagabend gen Breslau geschaut haben. Denn dort mussten gleich zwei französische Nationalspieler, die beim Hauptstadtklub unter Vertrag stehen, im WM-Qualifikationsspiel gegen die Ukraine (2:0) angeschlagen vom Feld. Zunächst erwischte es Desiré Doué, der zur Pause aufgrund einer Wadenverletzung in der Kabine blieb.

Für den 20-Jährigen stand nach Wiederanpfiff Ousmane Dembelé auf dem Platz - ganz zum Ärger von PSG: Einem Medienbericht der L'Equipe zufolge hatte der Verein die medizinische Abteilung der Nationalmannschaft darauf hingewiesen, dass Dembelé aufgrund seines Erschöpfungszustands - er hatte in der abgelaufenen Saison 53 Partien absolviert - nicht spielen könne.

Doch Didier Deschamps ging das Risiko trotz anderer Alternativen wie Maghnes Akliouche oder Marcus Thuram ein und musste den Außenspieler etwas mehr als eine halbe Stunde später wieder auswechseln. Dembelé, der nur sechs Tage zuvor aufgrund von Problemen am linken Oberschenkel gegen Toulouse im zweiten Durchgang ausgewechselt worden war, trat in der 79. Minute auf der rechten Seite an und fasste sich anschließend an den rechten hinteren Oberschenkel.

„Ich habe mich nach seiner Meinung und aus medizinischer Sicht gerichtet.“ (Didier Deschamps)

Obwohl er sich augenscheinlich der Vorgabe des Vereins hinwegsetzte, war sich Deschamps keiner Schuld bewusst. "Ich war mir sicher, dass er spielen konnte", erklärte der 56-Jährige und führte aus: "Außerdem ist es das andere Bein. Er war in guter Verfassung. Bitter für ihn, aber das hätte auch einem anderen Spieler passieren können. Ich habe mich nach seiner Meinung und aus medizinischer Sicht gerichtet, es gab kein Problem."

Über die Schwere der Verletzung machten sowohl der französische Fußballverband als auch PSG noch keine Angaben. Allerdings reiste Dembelé genau wie Doué schon wieder aus dem Lager von Les Bleus ab. Für das Duo dürfte unter anderem das Auftaktspiel in der Champions League gegen Atalanta Bergamo (17. September) laut Berichten zu früh kommen. Dembelé soll gar sechs Wochen pausieren müssen. Das dürfte für den Zwist nicht gerade förderlich sein.