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DFB entschuldigt sich bei Fans

kicker

Nach extrem langen Wartezeiten vor dem Pokal-Finale

Davon berichteten viele Fans unabhängig voneinander und unter dem Hinweis, dass sie bereits um 18 Uhr, also zwei Stunden vor Anpfiff des DFB-Pokalfinales, das letztlich der VfB Stuttgart mit 4:2 für sich entschied, vor Ort waren. Vor allem Anhänger von Arminia Bielefeld waren betroffen, deren Strom über das Südtor geführt wurde. Tatsächlich waren wenige Minuten vor Anpfiff hinter den Drehkreuzen noch lange Schlangen zu sehen, was im doch weitläufigen Olympiastadion zu Beginn der Partie allerdings kaum auffiel.

"Bedauerlich, wenn dadurch Stadionerlebnis getrübt wurde"

Viele Fans machten ihrem Ärger sowohl in den sozialen Medien Luft als auch bei den entsprechenden Ansprechpartnern der Arminen sowie beim DFB direkt, der dann am Montag mit einer Entschuldigung reagierte: "Es ist bedauerlich, wenn dadurch dieses einmalige Stadionerlebnis getrübt wurde. Wir wissen, dass die Zuschauer*innen sich frühzeitig auf den Weg gemacht haben, um ihre Vereine zu unterstützen, und verstehen den Ärger. Für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen wir uns."

Momentan sei man in der Ursachenforschung, so hieß es weiter: "Dies beinhaltet eine Analyse aller relevanten Faktoren wie eine Überprüfung der Ticketscansysteme, der Wegeführung der Fans und der Abläufe an den Personenkontrollen." Tatsächlich scheinen mehrere Aspekte Probleme bereitet zu haben, sowohl nicht respektive nur langsam funktionierende Bodyscans als auch intensive Taschenkontrollen.

Von letzterem berichteten Augenzeugen gegenüber dem kicker. Was dann für die Fans, die zu spät kamen, doppelt unverständlich sein mag. Denn an anderer Stelle gelang es ganz offensichtlich problemlos, massig Pyrotechnik ins Rund zu schmuggeln. Diverse Bengalos, Blinker, Rauchtöpfe und Raketen wurden während der 90 Minuten gezündet.

Schon vergangenes Jahr gab es Probleme am Südtor

Angesichts der in der Regel dreistelligen Ticketpreise ist der Verband gefordert, für die nächste Auflage eine Lösung zu präsentieren. In der Vergangenheit, so heißt es aus gut informierten Kreisen, sei es aufgrund des geballten Ansturms durch die Fanmärsche zu Schwierigkeiten gekommen. Dies könne diesmal aber ausgeschlossen werden, da auch diese frühzeitig im Berliner Westend eingetroffen waren.

Der DFB als Veranstalter mietet das Stadion für das Finale lediglich. Womöglich könnte ein temporär für das bestens besuchte Endspiel installierter dritter Eingang eine Lösung darstellen, sofern dies logistisch möglich ist. Tatsächlich hatte es schon im vergangenen Jahr beim Duell zwischen dem 1.FC Kaiserslautern und Bayer Leverkusen Probleme am Südtor gegeben, durch das die Anhänger der Rheinländer mussten.

Allerdings nicht so massiv wie am Samstag. Glück im Unglück: Die Fans verhielten sich ruhig und trotz des nahenden respektive verpassten Anpfiffs kam unter den Wartenden keine Panik auf, so dass es offenbar keine Verletzten gab.