Der DFB-Pokal besteht traditionell aus mehreren Phasen - und damit sind nicht nur die Runden selbst gemeint. Anfangs erzählt der Wettbewerb die romantische Geschichte des Underdogs, der versucht, dem Riesen ein Bein zu stellen. Die allermeisten dieser Außenseiter bleiben bereits in der ersten Runde auf der Strecke.
Diejenigen, die die Sensation schaffen und auch in der zweiten Runde noch dabei sind, bekommen das nächste Mal noch mehr Aufmerksamkeit. Während gleichzeitig womöglich bereits ein oder mehrere Topduelle stattfinden, in denen sich Favoriten gegenseitig aus dem Wettbewerb kegeln. Die freie Auslosung macht's möglich.
Ab dem Achtelfinale dann geht es allmählich ans Eingemachte. Vielleicht sind dann noch ganz wenige Underdogs dabei, wie etwa Arminia Bielefeld im Vorjahr. Aber auch deren Ansehen verändert sich spätestens jetzt, denn wer es unter die letzten 16 geschafft hat, der wird nicht mehr belächelt, sondern ernst genommen.
Und je weiter der Wettbewerb voranschreitet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Fans auf Spitzenspiele freuen dürfen. Auslosungen, die für Kracherduelle sorgen, sind nun an der Tagesordnung. Mit der ganz entscheidenden Frage: Wer bekommt den Vorteil eines Heimspiels? Und wer muss reisen?
Im DFB-Pokal wirft das Achtelfinale seine Schatten voraus, aber wann findet die Auslosung der Runde der letzten 16 statt? Das klären wir jetzt.
| Runde |
Termine |
|---|---|
| Achtelfinale |
2./3. Dezember 2025 |
| Viertelfinale |
3./4. und 10./11. Februar 2026 |
| Halbfinale |
21./22. April 2026 |
| Finale in Berlin |
23. Mai 2026 |
Die Auslosung für das Achtelfinale des DFB-Pokals 2025/26 findet am Sonntag nach Vollendung der zweiten Runde statt. Da die Zweitrundenspiele am 28. und 29. Oktober 2025 ausgetragen werden, folgt die Ziehung der nächsten Runde schließlich am 2. November 2025.
Fans können die Auslosung kostenlos im Free-TV verfolgen. Denn das ZDF überträgt die Auslosung des Pokal-Achtelfinales am Sonntag gegen 17:50 Uhr in der Halbzeitpause des Handball-Länderspiels zwischen Deutschland und Island.
Als Losfee fungiert Segler Felix van den Hövel. Als Ziehungsleiter ist DFB-Vizepräsident Peter Frymuth im Einsatz. Lili Engels moderiert die Veranstaltung.
Sofern nicht mehr als eine Mannschaft von unterhalb der 2. Bundesliga den Sprung ins Achtelfinale schafft, wird aus einem Topf gelost. Vereine aus der 3. Liga und tiefer genießen automatisch Heimrecht, egal, ob sie bei der Auslosung einer Paarung als erstes oder als zweites Team gezogen werden.
Das ist aber auch die einzige Einschränkung, die bei der Auslosung gilt. Ansonsten wird völlig frei gelost. Wer zuerst gezogen wird, hat Heimrecht. Für Zweitligisten kann also auch ein Auswärtsspiel bei einem Bundesligisten warten. Weshalb es vereinzelte Forderungen gibt, auch Zweitligisten ein automatisches Heimrecht zu gewähren.
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Der DFB hat den Preisgeldtopf im DFB-Pokal im Vergleich zur Vorsaison noch einmal leicht angehoben, die Gesamtsumme beläuft sich auf 75 Millionen Euro (Vorjahr: 74,2 Millionen Euro). Jeder Zweitrundenteilnehmer hatte bereits 635.658 Euro sicher, diese Summe ergibt sich aus den Prämien für die erste (211.886 Euro) und die zweite (423.772 Euro) Runde.
Jeder Achtelfinalist bekommt obendrauf weitere 847.544 Euro ausgezahlt, von Runde zu Runde werden die Prämien dabei verdoppelt. Wer also das Viertelfinale erreicht, darf sich über weitere 1.695.088 Euro freuen, jeder der Halbfinalisten bekommt zudem noch einmal 3.390.175 Euro obendrauf.
Auch für die Pokal-Finalisten ist noch einmal ordentlicher Zahltag. Der Sieger in Berlin erhält 4,32 Millionen Euro zusätzlich, der unterlegene Finalist immerhin 2,88 Millionen Euro. Wer den Pokal gewinnt, darf sich also nur durch die Prämien auf knapp 10,9 Millionen Euro freuen.