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DFL und Lebensmittelgigant Schwarz steigen bei Dyn ein

kicker

Mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und der Schwarz-Gruppe treten nun zwei weitere Unternehmen in den Gesellschafterkreis ein. Die Liga hält künftig nicht ganz 6,5 Prozent des Unternehmens, Schwarz ist mit 42,5 Prozent gleichrangiger Haupteigner mit der Axel Springer SE, die Dyn gemeinsam mit Seifert ins Leben gerufen hatte. Der Anteil von Seiferts Beteiligungsgesellschaft Redstreet Ventures GmbH schwindet damit auf etwas weniger als neun Prozent. Noch stehen allerdings die finalen behördlichen Genehmigungen aus.

Mit dem Kapital sollen weitere Sportrechte gekauft werden

"Die dem Unternehmen zufließenden Mittel ermöglichen den Ausbau des bestehenden nationalen Angebots und die Entwicklung neuer Geschäftsfelder wie den Zuschnitt unserer innovativen Medienplattform für Drittparteien sowie eine mögliche Internationalisierung unseres Konzepts", erklärt Seifert. Mit der Kapitalrunde will Dyn also unter anderem weitere Sportmedienrechte erwerben und die ausländischen Märkte erschließen. Aktuell hält das Unternehmen Rechte in den Sportarten Handball, Basketball, Volleyball, Tischtennis und Hockey.

In den Bereichen Digitalisierung und IT hatte die milliardenschwere Schwarz-Gruppe in den letzten Jahren massiv investiert, sowohl mit ihrer eigenen Tochter Stackit als auch mit dem Zukauf des Cybersecurity-Dienstleisters XM-Cyber. Insofern kommt der Griff in den digitalen Sportrechtebereich nicht völlig überraschend, zumal der Lebensmittelgigant (Lidl, Kaufland) auch sein Portfolio im Fußball nach dem Sponsoring-Einstieg bei der TSG Hoffenheim (u.a. Prezero) zuletzt massiv erweitert hat, etwa beim FC Bayern, RCD Mallorca und dem VfB Stuttgart.

DFL will mit dem Deal "neue Vermarktungsoptionen prüfen"

"Als strategischer Partner helfen wir Dyn Media mit unseren digitalen Lösungen dabei, seine Ziele zu erreichen und bieten gleichzeitig unseren Kunden und den Fans gemeinsam eine innovative Sportstreaming-Plattform", erläutert der für das Sportmarketing bei Schwarz zuständige Geschäftsführer Marc Hohenberg.

Die DFL, die gerade erst ihre nationalen Medienrechte für den Zyklus 2025 bis 2029 mit einer leichten Steigerung auf 1,121 Milliarden Euro pro Saison gegen den Markttrend verkauft hat, nennt potenzielle neue Erlösmodelle als Motiv für den Zukauf, wie Geschäftsführer Dr. Steffen Merkel erklärt: "Zusätzlich zu verlässlichen Medienpartnerschaften gehört es zugleich zur unternehmerischen Strategie und Verantwortung der DFL, auch neue Vermarktungsoptionen für die Bundesliga und 2. Bundesliga zu prüfen. Durch die Beteiligung an Dyn Media verfügen wir nun als Gesellschafter über direkten Zugang zu einem Unternehmen, von dessen Expertise und moderner technischer Lösung insbesondere für die Erstellung und Distribution von Medienprodukten wir überzeugt sind."