Nach insgesamt zehn Jahren, die durch ein dreijähriges Intermezzo bei PSG unterbrochen worden waren, endete am Dienstag Kevin Trapps Ära in Frankfurt. Den Schlussmann zog es zurück nach Paris - diesmal aber zum Aufsteiger FC. Sportliche Gründe bewegten ihn dazu augenscheinlich nicht. Denn er ist nur als zweiter Torhüter beim PFC eingeplant. "Die Dinge sind klar, ich habe mich ihm gegenüber sehr deutlich ausgedrückt", erklärte Trainer Stephane Gilli am Donnerstag auf der Pressekonferenz.
Anschließend führte er aus: "Wir haben derzeit einen jungen Torwart, Obed Nkambadio, der vielversprechend ist. Das Ziel ist, dass Obed gute Leistungen bringt und dass wir einen Torwart haben, sei es er (Trapp, Anm. d. Red.) oder Rémy, der ihn unterstützt." Eine ähnliche Rolle hätte ihm wohl auch bei einem Verbleib in Frankfurt gedroht: Dem wie Nkambadio 22-jährigen Kaua Santos, der Trapp im Herbst 2024 und Frühjahr 2025 im Tor vertreten hatte, gehört die Zukunft im SGE-Tor.
Trapp benötigt aufgrund seiner Sprachkenntnisse keine lange Eingewöhnungszeit
Nkambadio stammt aus der Jugend des Hauptstadtklubs und etablierte sich in der Spielzeit 2023/24 als Stammtorhüter. Nach 64 Ligue-2-Spielen feierte er am vergangenen Sonntag sein Debüt im französischen Oberhaus beim 0:1 in Angers. Für den Fall, dass er seine Leistung in der Ligue 1 nicht bestätigt, wappnete sich sein Klub mit der Verpflichtung Trapps. "Im Falle eines Fehlers oder einer Formschwäche sehr gut ist, jemanden zu haben, der uns seine Erfahrung einbringen kann", erläuterte Gilli.
Dementsprechend war der neunfache deutsche Nationalspieler auch ein Wunschtransfer. "Er war jemand, den wir wollten, mit Erfahrung", erklärte Gilli. Lange Eingewöhnungszeit dürfte der 35-Jährige derweil nicht benötigen. "Er spricht sechs Sprachen, darunter sehr gut Französisch, was ihm bei der Eingewöhnung sehr hilft", so der PFC-Coach.