Aus Fort Lauderdale berichtet Matthias Dersch
Der Trainingsplan war bereits an die FIFA und damit auch an die akkreditierten Medienvertreter verschickt worden, als Borussia Dortmund am Abend nach dem 4:3-Sieg gegen die Mamelodi Sundowns aus Südafrika doch noch einmal seine Überlegungen verwarf. Statt ursprünglich für den Vormittag setzte Trainer Niko Kovac das Auslaufen am Tag nach dem zweiten Gruppenspiel bei der Klub-WM auf den späten Nachmittag an - und das aus guten Gründen.
Mehr als 200.000 Fans bei der Siegesparade erwartet
Weil nämlich am Sonntag die Siegesparade des Stanley-Cup-Champions Florida Panthers (NHL) an der Strandpromenade entlangzieht - und damit genau am Mannschaftshotel des BVB -, ist ein Verkehrschaos zu erwarten. Denn in der vergangenen Saison, als die Panthers ebenfalls den Titel gewannen, waren bereits mehr als 200.000 Fans zum Festumzug gekommen, obwohl es am Tag der großen Sause geregnet hatte. Diesmal sind die Wettervorhersagen besser, die Veranstalter erwarten deshalb eine noch größere Zuschauermenge auf den Straßen der Stadt.
Umplanen mussten deshalb nicht nur Kovac und die Spieler, sondern auch eine rund 150-köpfige Gruppe von geladenen Gästen, die die öffentliche Trainingseinheit am Morgen besuchen sollten. Sie müssen nun bis nachmittags warten, ehe sie den Spieler des BVB auf dem Trainingskomplex von Inter Miami bei der Arbeit zuschauen können.
Der BVB drückte Draisaitls Oilers die Daumen
Zuschauen können vorher die Spieler bei der Parade, denn die meisten haben ein Zimmer mit Blick aufs Meer - und damit auch auf die Promenade, wo die Panthers mit dem Stanley Cup entlangfahren. In Lars Ricken war sogar ein BVB-Vertreter beim entscheidenden sechsten Spiel gegen Edmonton Oilers (5:1) in der Amerant Bank Arena in Fort Lauderdale dabei.
Der Sport-Geschäftsführer der Borussia hatte sich nach der Rückkehr vom 0:0-Auftaktspiel des BVB gegen Fluminense in New Jersey direkt auf den Weg in die Halle gemacht - allerdings nicht, um den Panthers die Daumen zu drücken, sondern dem deutschen NHL-Star Leon Draisaitl, der für die Oilers spielt und den BVB sogar im Teamquartier besucht hatte.