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Die Richtung stimmt: Aschaffenburg geht selbstbewusst ins Saisonfinale

kicker

Mit elf Punkten aus den letzten sieben Begegnungen haben die vor Wochen vermeintlich abgeschlagenen Unterfranken wieder Anschluss. Sogar der direkte Klassenerhalt ist wieder möglich. "Die Tendenz geht eindeutig in die richtige Richtung, die müssen wir beibehalten", befindet Trainer Felix Luz.

Beharrlich hat er seit der Winterpause an der körperlichen Fitness der Mannschaft gearbeitet und verschiedene taktische Formationen einstudiert. Benjamin Baier unterstützt diesen Kurs: "Das ist genau der Weg, den wir gehen müssen." Der Kapitän befindet sich zurzeit in glänzender Form und ist einmal mehr der Anführer, auch in schwierigen Phasen.

Daneben gibt es weitere Stützen. Mit Torhüter Eric Verstappen hat die Viktoria einen idealen Ersatz für Max Grün gefunden, von dem man sich im Winter getrennt hatte. Ein Pluspunkt ist die Rückkehr von Niklas Borger nach seiner Verletzungspause. Mit ihm hat die Abwehr an Stabilität gewonnen. "Wir geben nicht auf, wir machen einfach immer weiter", ist die Mentalität in der Truppe für Borger ein wichtiger Aspekt.

Tordifferenz als Hypothek

Außerdem lebt das Offensivspiel der Mannschaft aktuell von den Spiel- und Dribbelkünsten des Außenbahnspielers Nino Cassaniti. Allerdings haben die Aschaffenburger nach wie vor ein Problem mit dem Torschießen. Letztlich auch ausschlaggebend für die Niederlage gegen Nürnberg. "Gegen so eine Mannschaft kriegst du nicht mehr als zwei oder drei Chancen, die muss man dann einfach nutzen", klagte Baier. Der defensive Mittelfeldspieler ist mit neun Treffern, davon sieben Elfmetern, der mit Abstand beste Torschütze der Viktoria. Die Tordifferenz, die mit deutlichem Abstand schlechteste der vier besser platzierten Konkurrenten, ist eine deutliche Hypothek.

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Daneben bereitet auch die Heimschwäche Probleme. Seit Ende September warten die Aschaffenburger auf einen Sieg am Schönbusch, das Spiel gegen den Club war bereits die elfte Partie ohne Dreier. Vielleicht ist es daher ein Vorteil, wenn die nächsten beiden Spiele (Eichstätt, Buchbach) auswärts sind, denn von den letzten drei Reisen ist die Mannschaft mit drei Siegen zurückgekommen. So ähnlich sieht es auch Luz: "Das sind für uns Endspiele und genau so werden wir die angehen." Sowohl der spielerische als auch der kämpferische Eindruck von der Begegnung gegen Nürnberg hat ihm Zuversicht vermittelt.

Damit wäre dann sein erstes Etappenziel erreicht: "Ich habe von Anfang an gesagt: Ich will, dass wir im letzten Spiel gegen Bayern München noch alles aus eigener Kraft erreichen können." Wobei die Relegation nach dem schwachen Zustand der Mannschaft im Spätherbst und nach der Winterpause schon ein Erfolg wäre. Allerdings wird auch deutlich, dass beim Trainer, der Mannschaft und im kompletten Umfeld Selbstvertrauen zurück ist. Nach Eichstätt soll erstmals seit langer Zeit wieder ein Fanbus fahren. Und Baier gibt ganz selbstverständlich als Ziel aus: "Wir wollen alle drei Spiele gewinnen."