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Donald Trump beim Finale der WM: Die Rolle des US-Präsidenten beim Endspiel

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Am Sonntag, den 19. Juli 2026, blickt die gesamte Sportwelt auf das MetLife Stadium in New Jersey, wo die Nationalmannschaften von Spanien und Argentinien im großen Finale der Weltmeisterschaft um die begehrteste Trophäe des Fußballs kämpfen.

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Wenn der Anpfiff um 21 Uhr deutscher Zeit ertönt, geht es für die Spieler auf dem Rasen um den sportlichen Olymp. Doch diese Endrunde hat bereits in den vergangenen Wochen gezeigt, dass das Geschehen im Jahr 2026 weit über die Kreidelinien des Spielfelds hinausreicht.

Besonders in politischer Hinsicht rückt das Turnier immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit, wobei eine Person abseits des Platzes für besonders viel Gesprächsstoff sorgt.

Was genau hat US-Präsident Donald Trump mit dem anstehenden Endspiel zu tun und welche Rolle nimmt er im Rahmen dieses entscheidenden Spiels ein?

Donald Trump beim Finale der WM: Die Rolle des US-Präsidenten beim Endspiel - Die Eckdaten zur Partie

SpielSpanien vs. Argentinien
WettbewerbFIFA WM 2026
RundeFinale
DatumSonntag, 19. Juli 2026
Anstoß21 Uhr (deutsche Zeit)
SpielortMetLife-Stadium, New York / New Jersey (USA)

Donald Trump beim Finale der WM: Die Rolle des US-Präsidenten beim Endspiel

Nüchtern betrachtet übernimmt das Staatsoberhaupt des Gastgeberlandes am Sonntag eine Aufgabe, die in der Historie des Fußballs keineswegs ungewöhnlich ist. Donald Trump wird nach dem Schlusspfiff den WM-Pokal an die siegreiche Mannschaft übergeben.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass hochrangige Politiker und Staatschefs regelmäßig Teil der feierlichen Zeremonie sind. Beim Finale 2022 in Katar überreichte der Emir die Trophäe gemeinsam mit dem FIFA-Präsidenten, während im Jahr 2014 die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff an der Seite von Sepp Blatter die Ehrung vornahm. Auch in Deutschland überreichte im Jahr 2006 Bundespräsident Horst Köhler den goldenen Pokal an die Italiener.

Dass sich Trump nun in diese Reihe einreiht, ist also per se kein großer Aufreger. Dennoch wirft die auffällige und demonstrative Nähe zwischen FIFA-Präsident Gianni Infantino und dem US-Präsidenten im Vorfeld des Finals gravierende Fragen auf, ob die vom Weltverband stets eingeforderte politische Neutralität des Fußballs in der Realität umgesetzt wird.

Donald Trump beim Finale der WM: Die Rolle des US-Präsidenten beim Endspiel - Die FIFA im Trump Tower: Eine Nähe, die Fragen aufwirft

Der Vorwurf, dass sich ein weltoffener Sportverband zu sehr mit einem autoritär agierenden Herrscher einlässt, stützt sich auf Fakten, die zumindest den Verdacht von politischer Gefälligkeit und Intransparenz im Raum stehen lassen.

Für großes Aufsehen sorgte bereits die Entscheidung der FIFA, offizielle Büroräume direkt im berühmten Trump Tower zu beziehen. Doch damit nicht genug: Der Schweizer Verbandschef begleitete den US-Präsidenten zuletzt sogar auf offiziellen Staatsreisen nach Katar sowie Saudi-Arabien und trat im Rahmen des sogenannten Friedensgipfels zum Gaza-Krieg medienwirksam an der Seite von Trump auf. Diese enge Verflechtung zwischen sportlichem Geschehen und globaler Machtpolitik sollte zumindest kritisch hinterfragt werden.

Gianni Infantino mit dem WM-PokalGettyImages

Donald Trump beim Finale der WM: Die Rolle des US-Präsidenten beim Endspiel - Der Fall Balogun: Ein fragwürdiger Anruf mit Folgen

Wie weitreichend diese Verbindung hinter den Kulissen offenbar ist, verdeutlicht ein höchst brisanter Vorfall aus dem laufenden Turnier. Im Sechzehntelfinale setzte sich die US-Nationalmannschaft zwar erfolgreich gegen Bosnien-Herzegowina durch, musste jedoch auch eine Rote Karte für ihren Torjäger Folarin Balogun hinnehmen.

Der Angreifer wäre damit eigentlich für das anstehende Achtelfinale gegen Belgien gesperrt gewesen. Daraufhin schaltete sich der US-Präsident persönlich ein und rief direkt bei Infantino an, um die Entscheidung überprüfen zu lassen.

Die darauffolgende - offiziell als unabhängig deklarierte - Entscheidung der FIFA-Gremien sorgte weltweit für Aufsehen: Die Rotsperre wurde überraschend zur Bewährung ausgesetzt, sodass Balogun gegen Belgien auflaufen durfte. Sportlich genützt hat diese Intervention dem Gastgeber übrigens nicht, da das US-Team der Auswahl aus Belgien am Ende deutlich mit 1:4 unterlag und aus dem Turnier flog. Der bittere Beigeschmack einer sportpolitischen Einflussnahme auf höchster Ebene bleibt dennoch bestehen.

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Donald Trump beim Finale der WM: Die Rolle des US-Präsidenten beim Endspiel - Ein Friedenspreis mit vielen Fragezeichen

Ein weiteres Indiz für die enge Beziehung zwischen Donald Trump und Gianni Infantino ist der eigens von der FIFA ins Leben gerufene Friedenspreis. Die Auszeichnung erinnert allein ihrem Namen nach stark an den Friedensnobelpreis, nach dem der US-Präsident bekanntermaßen seit Jahren strebt. So überrascht es nicht, dass Infantino den Friedenspreis der FIFA persönlich verlieh.

Diese Entscheidung der FIFA stößt weltweit auf massives Unverständnis und scharfe Kritik, wenn man sie an der geopolitischen Realität misst. Denn genau jener Präsident, den der Weltverband hier für den Frieden ehrt, führt seit Beginn dieses Jahres einen militärischen Krieg gegen den Iran, ohne dafür bis heute stichfeste oder völkerrechtlich haltbare Begründungen vorgelegt zu haben. Zugegebenermaßen bombardierte Trump den Iran erst zwei Monate nach der Verleihung des Preises. Doch auch ohne den Krieg gegen den Iran gibt es Dutzende Gründe, die dafür sprächen, den Präsidenten der Vereinigten Staaten nicht mit einem solchen Preis auszuzeichnen.

Wenn am Sonntagabend die Konfettikanonen im MetLife Stadium gezündet werden und Donald Trump gemeinsam mit Gianni Infantino das Podium betritt, wird dieses Finale weit mehr als ein reines Fußballspiel sein. Es bleibt das ungemütliche Gefühl und die tiefe Besorgnis, dass sich hier zwei sehr mächtige Männer gegenseitig ins Scheinwerferlicht rücken. Und dass ein Sport, der eigentlich für Fairplay und Völkerverständigung stehen sollte, Schaden nimmt, wenn sich die Macht so sehr in den Händen von zwei Menschen konzentriert.