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Dortmunds nasser Start mit Hindernissen

kicker

Aus Saalfelden/Österreich berichtet Patrick Kleinmann

Das Salzburger Land begrüßte Borussia Dortmund am Montag mit leichtem Nieselregen. Als der BVB mittags in Saalfelden ankam, hingen die Wolken über dem Steinernen Meer schon tief, im Laufe des Tages wurde der Niederschlag immer intensiver - es gibt schönere Wetterlagen für einen Auftakt.

Nach Landung in Salzburg und einem Bustransfer zum Hotel absolvierten die BVB-Profis am Nachmittag ihre erste Einheit. Die war ursprünglich in der örtlichen Arena und damit auch für die Fans öffentlich geplant, der Rasen allerdings ist nach heftigen Niederschlägen in den vergangenen Tagen immer noch unbespielbar. Stattdessen bat Trainer Niko Kovac seine Akteure auf einen Nebenplatz.

Ronaldo und Co. flohen vor dem Regen

Ganz überraschend kommen die Probleme nicht. Wegen des anhaltenden Regens war vergangene Woche bereits der saudische Klub Al-Nassr mit Superstar Cristiano Ronaldo vorzeitig aus Saalfelden abgereist - fünf Tage früher als geplant. Wie und wo der BVB seine Einheiten bis Samstag absolviert, war am Montag noch offen. Das Wetter immerhin soll ab Dienstag deutlich sommerlicher werden.

Haller reist nach

Noch nicht mit an Bord und auf dem Rasen war Sebastien Haller. Der Stürmer ist krank und soll im Laufe der ohnehin kurzen Trainingswoche nachreisen. So waren es am Montag vier Keeper und rund 20 Feldspieler, die erstmals mit Blick aufs Alpenpanorama ihre Runden liefen, darunter mit David Lelle, Yannik Lührs, Ayman Azhil und Keeper Marcel Johnen vier Akteure aus der eigenen U 23 ohne Profivertrag. Die verletzten Nico Schlotterbeck, Emre Can und Julien Duranville sind Teil des Trosses, absolvieren aber ihre Reha vor Ort.

Für die Fans vor Ort wäre es einer von zwei öffentlichen Einheiten des Teams gewesen, nur in der Arena des Regionalligisten FC Pinzgau Saalfelden kann der BVB mit seinem Personal vor Ort die Sicherheit großer Menschenmengen zu gewährleisten. "Sollte es die Möglichkeit geben, die öffentliche Trainingseinheit an einem anderen Tag nachzuholen, informieren wir Euch an dieser Stelle schnellstmöglich", hieß es in einer Mitteilung.

Die aktiven Spieler - unter anderem fehlten zudem Jobe Bellingham und Niklas Süle aus Gründen der Belastungssteuerung - durften sich vor allem im Spielaufbau üben. Immer wieder ließ Kovac über Keeper Gregor Kobel und zwei weit auseinanderstehenden Innenverteidiger mit Kurzpässen herausspielen. Zusammen mit den hohen Außenverteidigern und den Sechsern wurden Dreiecke gebildet, die Offensivkräfte sollten sich zudem als weitere Anspielstationen anbieten.

"Soll ich dir mal zeigen, wie es geht?"

Der Coach forcierte immer wieder das Tempo, korrigierte lautstark und machte Waldemar Anton in einer Szene kurzerhand selbst vor, wie er es sehen will: "Soll ich dir mal zeigen, wie es geht?" Das Ziel ist klar: Kovac will, ähnlich wie schon Nuri Sahin zu Beginn der Vorsaison ein schnelles, vertikales Aufbauspiel, die erste gegnerische Linie soll rasch überspielt werden, Räume und Bewegungen automatisiert werden