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Drei Teams müssen ungenügende Schlüsselspieler kompensieren

kicker

FC Winterthur - Nishan Burkart: 3

Entgegen unserer Vorhersage ist Nishan Burkart für den FC Winterthur gar nicht zu einem Schlüsselspieler geworden. Der Angreifer pendelte zwischen Einwechsel- und Stammspieler. Dazu fehlte Burkart über grosse Teile der Hinrunde verletzt. So kam der 25-Jährige nur zu acht Einsätzen in der Hinrunde. Mit lediglich einem erzielten Treffer, beim 2:2 gegen den FC Luzern, hat Burkart sein Team auch nicht wirklich aus dem Tabellensumpf retten können. Daher ist er der am schlechtesten benotete "Schlüsselspieler" der Hinrunde.

Grasshopper Club Zürich - Tim Meyer: 3.75

Der nächste Schlüsselspieler ohne genügende Note folgt sogleich. Wir haben es im Sommer Tim Meyer zugetraut, den nächsten Schritt zu gehen: mehr Verantwortung zu übernehmen und mehr Einfluss aufs Zürcher Spiel zu haben. Erst in den letzten Spielen vor der Winterpause hat sich das GC-Eigengewächs wieder in der Startelf festgebissen. Davor musste er mehrfach auf der Bank Platz nehmen. Diese Tendenz stimmt zumindest zuversichtlich, damit Tim Meyer am Ende der Saison von einer geglückten Spielzeit sprechen kann. Bislang sind die Erwartungen an den Schlüsselspieler noch nicht wirklich erfüllt worden.

Servette FC - Miroslav Stevanovic: 5

Seit achteinhalb Jahren spielt Miroslav Stevanovic beim Servette FC. Das Alter zieht auch am 35-Jährigen nicht spurlos vorbei, und trotzdem liefert der Genfer nach wie vor eine konstant gute Arbeit ab. Man kann vom Bosnier nicht mehr solche Wunderdinge, wie in seiner Saison mit 20 Assists erwarten. Dennoch steht der Flügelspieler noch immer bei acht Scorerpunkten. Das ist ein stabiler Wert, der hochgerechnet leicht unter dem Vorjahreswert liegt. Es ist daher noch keine Übersaison vom Genfer Schlüsselspieler, der auch in der Kabine wichtig ist, aber angesichts der Voraussetzungen trotzdem eine gute Hinserie.

FC Lausanne-Sport - Alvyn Sanches: 5

Alvyn Sanches ist ein Spezialfall in mehrerer Hinsicht. Zum einen haben wir ihn im Sommer in den Kreis der Schlüsselspieler aufgenommen, obschon er noch am Comeback nach einem Kreuzbandriss arbeitete, zum anderen wechselte er nach dem Verfassen des Artikels den Verein.

Sanches ist in der Hinrunde lediglich für die Berner Young Boys aufgelaufen. Dementsprechend wird er für seine Spiele im Dress der Gelb-Schwarzen bewertet. Mit drei Toren und drei Assists in den letzten sechs Partien vor der Winterpause hat Sanches sein Potenzial mehr als nur angedeutet. Sein Formaufbau dürfte mit fortlaufender Saison weiter voranschreiten. Damit dürften die Berner Fans noch viel mehr Freude an ihrem Neuzugang bekommen. Für den Moment hat der 22-Jährige aber bereits einen guten Start gezeigt.

FC Luzern - Pius Dorn: 5

Dem FC Luzern läuft es in dieser Saison nicht wunschgemäss. Trotz eines überragenden Matteo Di Giusto haben die Leuchtenstädter kurz vor der Winterpause einen ordentlichen Negativlauf hingelegt. Erst im letzten Spiel vor der Pause konnte die Abwärtstendenz mit einem Sieg gegen Lausanne gebremst werden.

Schmerzlich vermisst haben die Luzerner während dieser Negativperiode ihren Captain. Pius Dorn verletzte sich nach 13 Spieltagen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Deutsche nur eine Partie wegen einer Gelbsperre verpasst. Nach der Abwesenheit des Captains verloren die Luzerner erst einmal vier der folgenden fünf Spiele. Es reichte immerhin zu einem Unentschieden gegen Servette. Dieser Leistungsabfall der Mannschaft unterstreicht die Wichtigkeit von Pius Dorn für den FC Luzern. Dementsprechend wird der 29-Jährige auch von uns für seine Hinrunde positiv bewertet. Der FCL darf sich hingegen darauf freuen, dass Pius Dorn wieder einsatzfähig ist und in der Rückrunde wieder seine Mannschaft antreiben kann.

FC Zürich - Steven Zuber: 4

Es war ein Paukenschlag am Neujahrstag: Steven Zuber hat auf eigenen Wunsch seinen Vertrag beim FC Zürich aufgelöst. Damit hat der FCZ seinen Schlüsselspieler verloren. Die Leistungen von Zuber in der Hinrunde waren okay, aber auch nicht mehr so stark wie noch in der Vorsaison. Der 34-Jährige hat vier Tore und vier Assists beigesteuert. Die Anhänger des FC Zürich hätten sich wohl etwas mehr von Zuber in der Hinrunde versprochen, und dennoch war der langjährige Nationalspieler ein wichtiger Ankerpunkt in der ansonsten sehr jungen Zürcher Mannschaft. Dieser geht nun verloren und die Führungsriege des Vereins muss sich gut überlegen, wie auf den Abgang reagiert werden soll.

FC Sion - Ilyas Chouaref: 5.25

Der FC Sion hat im Sommer seinen Kader ordentlich umgestellt. Daher haben wir uns für einen bewährten Leistungsträger als Schlüsselspieler entschieden: Ilyas Chouaref. Der maltesische Nationalspieler überzeugt weiterhin im Dress der Walliser. Zwar steht der Offensivspieler erst bei fünf Scorerpunkten, doch mit seiner wirbligen Art ist er ein steter Unruheherd. Er beschäftigt die gegnerischen Abwehrreihen und schafft damit auch Räume für Mitspieler. Wenn Chouaref in der Rückrunde noch selbst etwas produktiver werden kann, wird Sion die Top-6-Platzierung mit hoher Wahrscheinlichkeit halten können.

BSC Young Boys - Christian Fassnacht: 5.75

Der eigentliche Berner Schlüsselspieler ist Christian Fassnacht. Dem Offensivspieler läuft es in der Hinrunde bislang richtig gut. Elf Tore und fünf Assists sind eine beeindruckende Bilanz. Ohne ein Tor von Fassnacht konnten die Berner Young Boys noch kein Spiel gewinnen, und da kommen wir zum Punkt, der aufzeigt, wieso YB trotz eines herausragenden Schlüsselspielers den eigenen Ansprüchen hinterherhinkt. Das Problem ist nicht die Offensivabteilung rund um Christian Fassnacht und Chris Bedia. Vielmehr lässt die Abwehrleistung bislang zu wünschen übrig. Für Gerardo Seoane wird das Verhalten gegen den Ball in der Rückrunde zum entscheidenden Punkt, ob die Saison noch zu retten ist. Auf seinen Schlüsselspieler kann sich der Trainer auf alle Fälle verlassen.

FC Basel - Xherdan Shaqiri: 4.75

Xherdan Shaqiri befindet sich nicht mehr in der Frühlingsform, in der er die Liga kurz und klein geschossen hat. Dennoch ist der Zehner auch jetzt noch der beste Spieler der Super League, nur hat er das nicht in allen Spielen zeigen können. Das Basler Angriffsspiel ist extrem abhängig von Shaqiri und wenn der langjährige Nationalspieler keinen guten Tag einzieht oder gar einen Elfmeter verschiesst, was bereits dreimal vorgekommen ist, wird es eng für Rotblau. Das alles soll aber nicht die Leistungen von Shaqiri schmälern. Er verpasst mit seinen sechs Toren und acht Assists die Note fünf nur knapp. Das aber auch nur, weil man weiss, wozu Shaqiri fähig ist, wenn es ihm richtig gut läuft.

FC Lugano - Kevin Behrens: 4

Zu Beginn bekundete Kevin Behrens Mühe. Wie der FC Lugano als Ganzes kam auch der Neuzugang aus Deutschland nicht wirklich in Form. Mittlerweile stehen aber sechs Ligatore auf dem Konto des 34-Jährigen. Das ist nicht das, was man sich vom Sturmtank erhofft hat, aber jetzt auch nicht wirklich schlecht. Eine gewisse Adaptionszeit muss auch einem erfahrenen Spieler wie Kevin Behrens eingeräumt werden. Es ist daher durchaus vorstellbar, dass der Tessiner Schlüsselspieler erst in der Rückrunde so richtig aufdreht und dann den FC Lugano ins Meisterrennen schiessen wird.

FC St.Gallen - Christian Witzig: 3.5

Dem FC St.Gallen läuft es in der Hinrunde richtig gut und das, obschon es dem auserkorenen Schlüsselspieler bisher nicht wirklich läuft. Christian Witzig bekundete Mühe nach der verpassten Vorbereitung, und zudem kommt ihm die Systemanpassung der Espen nicht entgegen. Enrico Maassen lässt den FC St.Gallen in dieser Saison mit einer Dreierkette auflaufen, und so fällt die angestammte Flügelposition für Christian Witzig weg. Nach 16 Einsätzen wartet der einmalige Schweizer Nationalspieler noch immer auf sein erstes Ligator. Drei Assists alleine sind zu wenig für die Ansprüche des 24-Jährigen. Da hätte man sich in St.Gallen mehr von Witzig erhofft.

FC Thun - Leonardo Bertone: 6

Der beste Schlüsselspieler stammt vom Leader. Leonardo Bertone ist der zentrale Punkt im Thuner Spiel. Der Mittelfeldspieler bringt als einer der wenigen Thuner schon einiges an Super-League-Erfahrung mit. Dazu hat Bertone ein geniales Füsschen, was er als Freistossspezialist schon mehrfach unter Beweis gestellt hat. Was die Berner Oberländer aber auch auszeichnet: Sie können auch einmal auf Bertone verzichten und fallen nicht auseinander. Das hat etwa der 4:1-Sieg über den FC Luzern bewiesen. Das ist etwas sehr Wertvolles für Trainer Mauro Lustrinelli. Trotzdem wird der Tessiner lieber auf seinen hervorragenden Schlüsselspieler setzen, wann immer er kann.