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Doppelpacker Doué: Eberls Wunschspieler trumpft auf

kicker

Bayern wollte Youngster vor einem Jahr

Es ist ein beliebtes Spiel: Wie wäre die Geschichte weitergegangen, wäre eine Entscheidung in der Vergangenheit anders ausgefallen? Sie lässt sich am Beispiel von Desiré Doué und dem FC Bayern neu erzählen, auch wenn vieles davon spekulativ bleiben muss.

Im vergangenen Sommer wunderten sich nicht wenige, warum der FC Bayern vor allem in Person von Sportvorstand Max Eberl so heftig um Doué warb. Zumal der aufgerufene Preis von über 50 Millionen Euro exorbitant für den damals 18-Jährigen erschien.

Das Interesse zog sich über den Wochen, erst nach seiner Teilnahme an den Olympischen Spielen gab das begehrte Talent aus dem bekannt starken Nachwuchs von Stade Rennes sein Ja-Wort: nicht dem FC Bayern, sondern Paris St. Germain. Am Samstagabend der vorläufige Höhepunkt dieser Beziehung: Doué bereitete im Champions-League-Finale gegen Inter in München das 1:0 vor und legte mit einem Doppelpack nach.

Bei Bayern fehlten die Einnahmen aus Verkäufen

Ein Grund für die geplatzte Doué-Verpflichtung: Die Münchner hatten seinerzeit schon rund 125 Millionen Euro in Michael Olise, Joao Palhinha und Hiroki Ito investiert, sie hätten neben den folgenden Verkäufen von Matthijs de Ligt und Noussair Mazraoui weitere benötigt - für Doué, für Jonathan Tah, der nun zum 1. Juli ablösefrei kommt, für andere etwaige Verstärkungen. Doch Kingsley Coman, Leon Goretzka oder Serge Gnabry blieben. Ob sich dieses Szenario aufgrund bestehender Verträge in diesem Sommer wiederholt?

Spekulativ bleibt, wie es mit Doué in München weitergegangen wäre. Hätte er wie Olise den Durchbruch geschafft? Oder hätte sein Schicksal dem von Mathys Tel geglichen, der bei allem Talent an die Spurs aus Tottenham weitergereicht wurde? Doué benötigte schließlich auch in Paris Zeit zur Eingewöhnung.

Eine deutsche Boulevardzeitung bezeichnete ihn im Herbst als Flop, an dem auch der FC Bayern dran war. So schnell ändern sich mitunter die Wahrheiten im Profifußball. Am Samstagabend hatte Doué seinen großen Auftritt in der Allianz-Arena. Und es muss nicht der letzte gewesen sein: Schlägt Frankreich Spanien am Donnerstag im Halbfinale der Nations League, kehrt Doué schon am kommenden Sonntag zum Finale zurück.