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Englische Presse und The Kop feiern Wirtz: "Man kann seine Augen nicht abwenden"

kicker

Mit zehn Punkten Vorsprung gewann der FC Liverpool in der vergangenen Saison den Titel in der Premier League, die Reds holten vier Siege mehr als jedes andere Team. Auf diesen Lorbeeren ausruhen - das kam in diesem Sommer allerdings nicht in Frage. "In allem, was du tust, musst du den nächsten Schritt machen", mahnte Trainer Arne Slot am Montagabend, "denn unsere Konkurrenten sitzen auch nicht nur still herum."

Dieses Mantra nahmen sich die Verantwortlichen der Reds offenbar zu Herzen. Die beiden teuersten Premier-League-Neuzugänge des Sommers spielen künftig in Liverpool, der 20-malige Meister hat insgesamt drei Transfers für eine Ablösesumme in Höhe von mindestens 45 Millionen Euro eingetütet, hinzu kommt Jeremie Frimpong, der zwischen 35 und 40 Millionen Euro gekostet hat. In dieser Hinsicht kann die Konkurrenz schon mal nicht mithalten.

Alle vier - Florian Wirtz (inklusive Boni bis zu 150 Millionen Euro), Hugo Ekitiké (bis zu 95 Mio. Euro), Milos Kerkez (knapp 47 Mio. Euro) und Frimpong - standen am Montag genau wie der neue Keeper Giorgi Mamardashvili im zweiten Spiel des Doppel-Tests gegen Athletic Bilbao (3:2) in der Startelf. Und insbesondere Wirtz scheint sich in seiner kurzen Zeit auf der Insel schon jede Menge Freunde gemacht zu haben.

Wirtz: "Aufregende Akzente" und "schon jetzt ein echter Star"

Der 22-Jährige verpasste zwar zweimal einen Treffer - in der 7. Minute per Kopf und in der 15. Minute per Schienbein -, dennoch wurde er von den heimischen Fans zum Beispiel bei einer Ecke direkt vor The Kop oder auch bei seiner Auswechslung in der 74. Minute frenetisch gefeiert. "Der Applaus", so schrieb es der Liverpool Echo im Nachgang, "zeigt, dass The Kop bereits überzeugt ist." Neben der Fankurve stimmte auch die lokale Tageszeitung in die Jubelarien über den deutschen Nationalspieler mit ein: "Wirtz ist zwar erst 22 Jahre alt, aber schon jetzt ein echter Star. Die Ergebnisse der Saisonvorbereitung deuten darauf hin, dass er bereit sein wird, durchzustarten."

Nicht die einzige Lobeshymne in der englischen Presse. "Man kann seine Augen nicht von Florian Wirtz abwenden", meinte zum Beispiel der Mirror. Manche Spieler seien einfach "anders", Wirtz gehöre dazu: "Der Deutsche wird offensichtlich zum zentralen Punkt der Angriffsstrategie von Liverpool." Die BBC lobte "einige aufregende Akzente mit großartigen Ballkontakten" des Deutschen.

Neue "Waffen" für Slots Offensive

Letztlich zeigt sich auch Trainer Slot zufrieden mit dem Auftritt seines Neuzugangs, was übrigens auch für Ekitiké galt, der den Führungstreffer von Mohamed Salah vorbereitete. "Wir haben ein paar zusätzliche Waffen hinzugewonnen. Florian bringt eine Menge Kreativität im letzten Drittel mit", freute sich der 46-Jährige.

Die Generalprobe vor dem Pflichtspielauftakt ist damit geglückt. Bevor am 15. August an der Anfield Road gegen Bournemouth der Start in die neue Premier-League-Saison erfolgt, geht es für Liverpool bereits am kommenden Sonntag im Community Shield gegen FA-Cup-Sieger Crystal Palace (16 Uhr, LIVE! bei kicker) um den ersten Titel der Saison. Der teuerste Neuzugang des Teams von Coach Oliver Glasner war in diesem Sommer übrigens der Ex-Stuttgarter Borna Sosa - für 2,3 Millionen Euro.