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Erster Verteidiger seit 52 Jahren: Hakimi ist Afrikas Fußballer des Jahres

kicker

Aktuell ist Achraf Hakimi zum Zuschauen verdammt, der 27-Jährige laboriert derzeit an einer nicht näher definierten Knöchelverletzung, die er in der Champions League bei der 1:2-Niederlage gegen den FC Bayern infolge eines Fouls von Luis Diaz erlitten hat. Trösten darf sich der Marokkaner nun mit dem Titel als Afrikas Fußballer des Jahres.

Der ehemalige Bundesliga-Profi (54 BL-Spiele für Borussia Dortmund) verwies Größen wie die zwei Stürmerstars Mohamed Salah vom FC Liverpool, der 2017 und 2018 gewann, und Victor Osimhen von Galatasaray, Titelträger 2023, auf die Plätze zwei und drei. In den vergangenen beiden Jahren war Hakimi jeweils auf dem dritten Platz gelandet und auch deshalb als heißer Kandidat gehandelt worden, zumal Salah (Premier League) und Osimhen (türkische SüperLig) "nur" nationale Titel gewonnen hatten.

"Es ist mir eine große Ehre, heute hier zu sein, und ich bin stolz darauf, eine so prestigeträchtige Trophäe zu gewinnen", sagte Hakimi, der in der vergangenen Saison mit den Parisern sowohl die französische Meisterschaft als auch die Champions League geholt hatte. Der 27-Jährige folgt damit auf Ademola Lookman (Atalanta Bergamo).

Der Außenverteidiger ist zwar derzeit verletzt, hofft aber auf ein baldiges Comeback, so möchte er zum Start des Afrika-Cups am 21. Dezember wieder einsatzfähig sein - zumal das Turnier in Marokko ausgetragen wird.

Unglaublicher Triumph für Marokko

Nach über 52 Jahren wurde damit also wieder ein Verteidiger zu Afrikas Fußballer des Jahres auserkoren, letztmals war diese Ehre Bwanga Tshimen 1973 zuteil geworden. Der hatte damals die Farben Zaires, der heutigen Demokratischen Republik Kongo, vertreten. Darüber hinaus ist Hakimi der erste Marokkaner seit Mustapha Hadji 1998, der diese Auszeichnung erhält.

Für Marokko war es übrigens ein Doppel-Triumph: Die Wahl zu Afrikas Fußballerin des Jahres gewann Hakimis Landsfrau Ghizlane Chebbak. Die 35-jährige Mittelfeldspielerin spielt bei Al-Hilal in Saudi-Arabien. Und es war nicht die einzige Auszeichnung für die Nordafrikaner.

Die U-20-Auswahl, die sensationell U-20-Weltmeister geworden war (2:0 gegen Argentinien), ist Mannschaft des Jahres, Bono (Al-Hilal) ist Torhüter des Jahres, während Othmane Maamma (FC Watford) und Doha El Madani als bester junger Spieler respektive als beste junge Spielerin ausgezeichnet wurden.

Beim Trainer des Jahres gingen die Marokkaner derweil leer aus, da setzte sich Bubista durch, der Kap Verde sensationell zur WM 2026 in Mexiko, Kanada und den USA geführt hat.