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"Es wird laut": Aber Titz bleibt ruhig

kicker

Natürlich schweift Christian Titz gerade jetzt noch einmal zurück in seine Zeit beim 1. FC Magdeburg, zumal er in diesen Tagen auch permanent darauf angesprochen wird. Der heutige Trainer von Hannover 96 jedoch lässt genauso gerne das Revue passieren, was sich vor drei Wochen mit seinem neuen  Team im eigenen Stadion abgespielt hatte. "An unser letztes Heimspiel habe ich eine gute Erinnerung. Wir wollen daran anschließen." 1:0 hieß es seinerzeit zum Saisonauftakt gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Ein ähnlich heißes Spiel erwartet Titz auch jetzt, vor einer ähnlich großen Kulisse. Über 40.000 Zuschauer werden erwartet, die Gäste aus Magdeburg haben ihr Kontingent mit 4500 Plätzen voll ausgeschöpft. "Ich glaube, dass zwei sehr gute Mannschaften aufeinander treffen werden. Es wird laut, von beiden Seiten. Das macht etwas Besonderes mit einem Spiel." Mittendrin will er, Titz, selbst die Ruhe bewahren. "Ich bin eh nicht der Typ, der nervös ist und bin darüber auch froh. Ich freue mich, meine ehemaligen Spieler einmal wiederzusehen, wenn auch mit dem Unterschied, dass wir diesmal 90 Minuten gegeneinander spielen."

Die bislang in der Liga bewährte und mit sechs Punkten aus zwei Spielen erfolgreiche Mannschaft wird sich verändern. Titz kann nahezu aus dem Vollen schöpfen und seine Ankündigung wahr machen, auf einzelnen Positionen auch einmal bisher hinten anstehende Akteure aufzubieten. "Wir haben das eine oder andere im Training ausprobiert, weil es die Kaderbreite hergibt." Und: "Die angeschlagenen Spieler kommen zurück." Mit Mustapha Bundu für den rechten Flügel und Waniss Taibi im zentralen Mittelfeld gibt es somit wieder weitere Alternativen.

In puncto Personal muss der 54-Jährige aber auch auf den Endspurt im Transfergeschehen achten. Nachdem bereits Verteidiger Josh Knight die "Roten" am Donnerstag in Richtung FC Portsmouth verließ, gibt es weitere Wechselwillige in den Reihen der Niedersachsen. Meistdiskutierter Kandidat: Mittelfeldspieler Marius Wörl, der eine Rückkehr zu Arminia Bielefeld anstrebt. Titz sieht es mit gemischten Gefühlen. "Meine Einstellung hat sich ihm gegenüber nicht verändert. Ich halte Marius für einen guten Spieler. Er hat eine Qualität, die dir weiterhelfen kann. Er versucht, sie bei uns einzubringen." Aber es sei nun einmal so, dass Hannover im Kader auf dieser Position eine gewisse Breite habe. "Marius war krank und hatte sich verletzt. Ich persönlich bin froh, dass wir ihn bei uns haben, kann aber nicht beeinflussen, was in der Transferperiode noch passiert, weil Spieler unzufrieden sind und mehr Spielzeit möchten."

Wenn allerdings tatsächlich noch Spieler gingen, könne es wahrscheinlich sein, dass auch 96 im Gegenzug noch einmal reagiert. Grundsätzlich, so der Coach, sei man jedoch mit dem aktuellen Kader sehr zufrieden: "Wir haben wirklich gute Jungs dabei."

Chakroun muss kürzertreten

Zum Personal: Husseyn Chakroun zog sich im Training eine Zerrung zu und wird gegen Magdeburg nicht spielen können. Titz: "Ihm geht es gut, aber er wird jetzt drei, vier Tage kürzertreten und dann erst wieder ins Mannschaftstraining einsteigen." Jannik Rochelt könnte dafür wieder ins Team rücken. Problemlos trainierte dagegen der leicht angeschlagene Hayate Matsuda, er werde gegen den FCM zur Verfügung stehen, so der Trainer.