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Ex-Dortmunder Khadra: "Das Ausland kann ein sehr guter Schritt sein"

kicker

Von 2016 bis 2020 spielte der gebürtige Berliner Reda Khadra im Nachwuchs von Borussia Dortmund. Dann verschlug es den Mittelfeldspieler auf die Insel: Brighton, Blackburn, Sheffield und Birmingham waren seine Stationen, bevor Khadra 2023 zu Stade Reims in die erste französische Liga ging.

Nun folgte der Schritt zu Le Havre, das sich im Gegensatz zu Reims knapp in der Liga halten konnte.

Herr Khadra, Sie haben zwei Jahre in Reims gespielt. Wieso nun der Schritt nach Le Havre?

Leider ist Stade Reims in die zweite Liga abgestiegen. Mit Le Havre habe ich nun einen Klub gefunden, bei dem ich weiterhin in der Ligue 1 spielen kann - in einer Liga, die ich bereits kenne und in der ich mich sehr wohlfühle.

Sie waren auch schon in England aktiv, wurden einst beim BVB ausgebildet. Wieso wollten Sie ins Ausland?

Während der Corona-Zeit hat sich damals eine schwierige Situation ergeben. Gleichzeitig öffnete sich eine Tür in England - und seitdem hat sich meine Karriere im Ausland weiterentwickelt.

Was unterscheidet England und Frankreich von dem Fußball in Deutschland?

In Frankreich ist der Fußball sehr schnell und physisch, hier gibt es viele Talente mit außergewöhnlichen Qualitäten. In England ist es ebenfalls extrem physisch, die Zweikämpfe sind noch härter. In Deutschland dagegen ist das Spiel taktisch und strukturiert geprägt.

Ist der Schritt ins Ausland eine Option, die Sie Nachwuchsspielern aus Deutschland empfehlen würden? Und wieso?

Es kommt immer auf die Situation an. Wenn ein Verein wirklich mit einem Spieler plant, ein klares Projekt aufzeigt und ihm die Zeit gibt, sich zu adaptieren, dann kann das Ausland ein sehr guter Schritt sein. Aber man muss sich bewusst sein, dass es eine komplette Umstellung bedeutet und man mental stark sein muss.

Werden deutsche Spieler im Ausland mehr wertgeschätzt als in Deutschland?

Nein, Fußball ist eine Sprache - und die spricht man auf dem Platz. Am Ende geht es nur um Leistung und Disziplin. Niemand bekommt etwas geschenkt, egal welcher Nationalität.

Sie absolvierten einst U-Länderspiele für den DFB. Haben Sie die deutsche Nationalelf noch im Blick, oder eine andere Auswahl?

Um ehrlich zu sein, mache ich mir darüber aktuell keine großen Gedanken. Für jeden deutschen Spieler ist es eine Ehre, sein Land zu vertreten - das ist klar. Aber im Moment konzentriere ich mich voll auf meinen Klub. Die Nationalmannschaft ist derzeit noch weit entfernt, deshalb versuche ich einfach, mein Bestes zu geben und mich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.