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Ex-Kölner wird Knappe: Schalke holt Ljubicic aus Zagreb

kicker

Vom kroatischen Rekordmeister Dinamo Zagreb wechselt Dejan Ljubicic nach Gelsenkirchen und unterschreibt bei den Knappen einen Dreijahresvertrag. Dies gab der Zweitliga-Spitzenreiter am Dienstagvormittag bekannt. Als Sockel-Ablöse fließen rund 750.000 Euro in die kroatische Hauptstadt. Ljubicic unterschrieb einen Vertrag bis 30. Juni 2028 und wird mit der Rückennummer 21 auflaufen.

"Für mich ist Schalke 04 in der aktuellen Situation eine super Herausforderung", sagte Ljubicic. "Mir ist von den Schalker Verantwortlichen in sehr guten Gesprächen erklärt worden, wo sie mich sehen und wie ich eine Verstärkung für die Mannschaft werden kann."

Aufsteiger mit Köln

Ljubicic ist in Deutschland kein Unbekannter. 2021 wechselte der Österreicher von Rapid Wien, wo er 15 Jahre lang gespielt hatte, zum 1. FC Köln, bei dem er dann in den folgenden vier Spielzeiten auf 16 Tore in 122 Spielen kam. Im Unterhaus kennt sich der 28-Jährige ebenfalls aus, trug er doch in der vergangenen Saison mit vier Toren in 27 Zweitligaspielen (kicker-Notenschnitt: 3,63) zum Aufstieg der Kölner bei. Sein auslaufender Vertrag beim Effzeh wurde im Sommer jedoch nicht verlängert, sodass er sich ablösefrei Dinamo Zagreb anschloss.

Der ehemalige österreichische Nationalspieler (neun Länderspiele, ein Tor) startete beim kroatischen Rekordmeister zwar gut und kann wettbewerbsübergreifend auch auf 22 Einsätze, zwei Tore sowie drei Vorlagen verweisen. Allerdings verlor er im Oktober seinen Stammplatz und kam seither nur noch sporadisch zum Zug. Seine Art und Weise, Fußball zu spielen, passte schlicht nicht so recht zur Spielidee von Trainer Mario Kovacevic. Beim Spieler machte sich wenig überraschend Unzufriedenheit breit, während man in der Chefetage von Dinamo auch auf das vergleichsweise hohe Gehalt des vielseitigen Mittelfeldspielers schaute.

Derweil suchten die Schalker nach einem Mittelfeldmann, der Neuzugang Edin Dzeko mit entscheidenden Pässen füttern kann - und wurden auf Ljubicic aufmerksam. Als Schalke schließlich anklopfte, ging es recht schnell und man einigte sich.

Mulder: "Dejan sehen wir als zuverlässigen Teamplayer"

"Dejan hat bei seinen bisherigen Stationen und auch schon in der österreichischen Nationalmannschaft seine vielfältigen Qualitäten auf verschiedenen Positionen gezeigt" begrüßte Youri Mulder, Direktor Profifußball bei den Knappen, den Neuzugang." Er erkennt Räume schnell, trifft saubere Entscheidungen und strukturiert das Spiel aus dem Zentrum heraus. Zudem bringt er eine hohe Spielintelligenz mit. Dejan sehen wir als zuverlässigen Teamplayer, der vielseitig einsetzbar ist."

Ein Aspekt, der auch für S04 gesprochen haben dürfte, könnte Trainer Miron Muslic gewesen sein. Immerhin haben er und Ljubicic eine besondere Gemeinsamkeit: Beide sind Österreicher mit bosnischen Wurzeln. Eine Sache hat der 28-Jährige seinem neuen Coach aber voraus. Er weiß bereits, wie es sich anfühlt, in die Bundesliga aufzusteigen.