Marc-André ter Stegen ist nicht mehr die Nummer 1 und noch dazu verletzungsbedingt für mehrere Monate zum Zuschauen verdammt - aber immer noch der erste Kapitän des FC Barcelona. Doch wie lange noch?
Zuletzt kursierten in Spanien Berichte, wonach dem langjährigen Stammkeeper die Binde vor der neuen Saison entzogen werde, auch als Reaktion auf den Wirbel um dessen jüngsten Instagram-Post. Trainer Hansi Flick nahm nun aber etwas Aufregung aus der Thematik.
Als er bei einer Pressekonferenz am Rande der Asientour in Südkorea gefragt wurde, ob ter Stegen auch in der neuen Saison Kapitän bleibe, antwortete Flick ganz nüchtern: "Das wird wie immer die Mannschaft entscheiden, so haben wir es auch in der Vergangenheit gemacht. Und dann werden wir sehen."
Flick kündigt baldige Klarheit an
Klarheit wird schon bald herrschen. "Normalerweise machen wir das in der letzten Woche, bevor wir in die Saison starten", sagte Flick. Barca bestreitet am 16. August (19.30 Uhr, LIVE! bei kicker) sein erstes Pflichtspiel, wenn es zum La-Liga-Auftakt zu RCD Mallorca geht.
Ob ter Stegens über Jahre erarbeitetes Standing ausreicht, um von den Teamkollegen trotz sportlicher Degradierung als Kapitän bestätigt zu werden, muss sich zeigen. Derzeit ist er erster Kapitän, gefolgt von Ronald Araujo, Frenkie de Jong, Raphinha und Pedri. Ter Stegen war erst vor einem Jahr zum Nachfolger des langjährigen FCB-Profi Sergi Roberto gewählt worden, der nach Ablauf seines Vertrags zum damaligen Serie-A-Aufsteiger Como 1907 gewechselt war.
Ter Stegen ist zwar hinter Neuzugang Joan Garcia und Wojciech Szczesny nur noch die Nummer 3 im Tor der Katalanen, macht bislang aber keinerlei Anstalten, diese zu verlassen - auch weil er erst einmal wieder fit werden muss: Am Montag hatte Barca mitgeteilt, dass der 33-Jährige erfolgreich am unteren Rücken operiert worden ist. Wie viele Monate er ausfällt, ist noch offen und auch entscheidend dafür, ob der klamme Klub einen Großteil von ter Stegens Gehalts einsparen und für die Registrierung der Neuzugänge um Joan Garcia oder Marcus Rashford verwenden kann.