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Flick zum Elfmeter: "Das müssen wir so akzeptieren"

kicker

Es lief bereits die Nachspielzeit der ersten Hälfte, als Levante nach einem Eckball Barcelonas einen gut vorgetragenen Konter fuhr. Morales kam zum Abschluss, doch Balde blockte dessen Schuss ab. Der Ärger des Levante-Angreifers dauerte aber nicht lange, denn Schiedsrichter Alejandro José Hernandez Hernandez entschied nach VAR-Hinweis und Sichtung der TV-Bilder auf Handelfmeter. Morales trat an, verwandelte sicher und so ging es mit einem 2:0-Vorsprung für den Aufsteiger aus Valencia in die Kabinen.

"Der Schiedsrichter hat entschieden, dass es Elfmeter war und das müssen wir so akzeptieren", sagte FCB-Coach Hansi Flick nach der Partie zu dem Pfiff. Wie so oft sorgte die Handspiel-Regel für Verwirrung. Pedri erinnerte daran, dass die Trainer und Spieler vor dieser Saison von den Schiedsrichtern eine Unterweisung in die Anwendung der Handspiel-Regeln bekommen haben. "Ich verstehe es trotzdem nicht", sagte der Europameister: "Das war für mich alles andere als eindeutig, aber wir müssen uns daran halten", so der 22-jährige Mittelfeldspieler, der sich wünschen würde, dass die Referees ihre Entscheidungen "allen gut erklären" würden.

"Ich denke, das war der richtige Wechsel"

Letztendlich blieb der Elfmeterpfiff eine Randerscheinung, denn in der zweiten Hälfte kamen die Katalanen, die bereits den ersten Durchgang dominierten, aber das Tor nicht trafen, zurück und fuhren in letzter Sekunde noch die drei Punkte ein. "Natürlich bin ich stolz", lobte Flick die Aufholjagd seines Teams. Zu der er auch mit der Auswechslung von Rashford beigetragen hat. Der Neuzugang von Manchester United erwischte keinen guten Tag, für ihn kam zum zweiten Durchgang Gavi auf das Feld, der zentral spielte, während Raphinha auf die Außenbahn rückte. "Für die zweite Halbzeit musste ich etwas ändern und habe Raphinha auf den Flügel gestellt", sagte Flick, "ich denke, das war der richtige Wechsel."

Der Doppelschlag unmittelbar nach der Pause durch Pedri (49.) und Ferran Torres (52.) hat dann dem Doublesieger in die Karten gespielt und das Selbstvertrauen kam zurück. Dennoch dauerte es bis in die Nachspielzeit, ehe es doch noch zum Sieg reichte - der letztendlich glücklich zustande kam, denn Elgezabal lenkte einen Chipball von Lamine Yamal per Kopf unglücklich ins eigene Netz. Damit konnte Barcelona erstmals in diesem Jahrtausend eine Partie nach einem 0:2-Pausenrückstand in einen Sieg verwandeln. Zuvor lagen die Katalanen 13-mal mit zwei Toren nach 45 Minuten zurück, zwölfmal verloren sie, einmal erreichten sie noch ein Remis.

Calero: "Wir haben Barcelona verletzt, aber nicht tödlich"

Frust herrschte dagegen bei Levante-Coach Julian Calero, der von einem "unfairen Ergebnis" sprach. "Wir haben Barcelona verletzt, aber nicht tödlich", sagte der 54-Jährige mit viel Pathos. Den Stab über seine Spieler brechen wollte er aber nicht. "Ich messe den Erfolg nicht daran, ob wir gewinnen oder verlieren, sondern daran, ob wir alles gegeben haben", fügte er an: "Deshalb bin ich stolz auf meine Spieler."

Letztendlich aber stand für Levante die zweite "Last-Minute"-Niederlage, bereits zum Liga-Auftakt unterlag der Aufsteiger Deportivo Alaves durch ein Gegentor in der Nachspielzeit mit 1:2. Seine Spieler müssen deshalb lernen, "dass es nicht darum geht, was man verdient hätte, sondern darum, was man erreicht." Diese Erkenntnis will er bis zum kommenden Spieltag seinem Team vermitteln. Denn dann steht das Duell bei Mitaufsteiger FC Elche an.