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Friedls Warnung: "Wir müssen alle, wirklich alle in die Spur kommen"

kicker

Natürlich hatte die unnötige Gelb-Rote Karte gegen Leonardo Bittencourt binnen zwei Spielminuten (52. und 54.) spielentscheidenden Einfluss. Das sah auch der neue Werder-Coach Horst Steffen nach dem direkten Erstrunden-Aus auf der Bielefelder Alm im ZDF: "Ich denke, dass das ausschlaggebend war. Wir hatten das Spiel in der ersten Hälfte ordentlich im Griff, da hatte ich ein gutes Gefühl."

Dieses Gefühl wich aber immer mehr der Unsicherheit und dem Wunsch, sich am Ende in Unterzahl noch in die Verlängerung zu hangeln. Steffen: "Die Gelb-Rote hat der Arminia in die Karten gespielt, wir hatten nur noch wenige Entlastungsaktionen. Ich hatte sehr auf die Verlängerung gehofft."

Doch DSC-Joker und Ex-Bremer Isaiah Young - in der 79. Minute gekommen und tief in der Nachspielzeit zugestochen - hatte etwas dagegen und warf den Favoriten aus der Bundesliga aus dem Wettbewerb. Wie erst im Februar (2:1 im damaligen Viertelfinale) mit seinem Team.

Bremen und "ein ganz schwieriges Jahr"?

Was blieb, sind zwei bestätigte Trends. Denn während die Arminen als Zweitliga-Aufsteiger und Finalist (2:4 gegen Stuttgart) einfach weiter als aktueller Tabellenführer und nach abermaligem Ausschalten eines Favoriten auf der Euphoriewelle surfen, bleiben große Fragezeichen an der Weser. Nach durchwachsener Vorbereitung und personellen Problemen (verletzte Spieler, Abgang von Marvin Ducksch ohne bisherige Verpflichtung eines weiteren Offensivgaranten, möglicher Abgang von Michael Zetterer zu Eintracht Frankfurt) war dieses direkte Ausscheiden im ersten Pflichtspiel der neuen Saison ein erster großer Tiefpunkt.

Und ein Rückschlag mit großer Warnung, wenn es nach Marco Friedl geht. Der SVW-Kapitän sagte bei Sky: "Wir müssen alle, wirklich alle in die Spur kommen. Sonst wird es ein ganz schwieriges Jahr." Gerade weil ab nächster Woche zum Bundesliga-Start Duelle mit Frankfurt (23. August), Leverkusen (30. August), Gladbach (14. September nach der Länderspielpause), Freiburg (20. September) und Meister Bayern (26. September) warten.

„Wir müssen einfach aufpassen, weil es wird in der Liga nicht einfacher - eher noch 15 bis 20 Prozent schwerer.“ (Marco Friedl)

Friedl schmeckt das alles momentan gar nicht, das ließ der 27-jährige Führungsspieler klar durchblicken: "Ich muss aufpassen, was ich jetzt sage, weil ich einfach extrem angefressen bin - auch von allem drumherum. Die Leistung, wie wir aufgetreten sind, war im Großen und Ganzen ok. Wir haben ihnen wenig bis gar keine Aktion gelassen. Wir haben es aber einfach verpasst, in der ersten Hälfte die ein, zwei großen Chancen aufs Tor zu bringen. Am Ende sind wir mal wieder ausgeschieden, das ist einfach frustrierend."

Was ihm noch auf der Seele brannte? "Jetzt nach dieser Niederlage stehst du noch mehr in der Scheiße, als wie du es vielleicht schon nach der Vorbereitung warst. Es wäre nach der Vorbereitung alles scheißegal gewesen, wenn du heute hier voll auf den Punkt dagewesen wärst. Das haben wir aber nicht geschafft. Und wir müssen einfach aufpassen, weil es wird in der Liga nicht einfacher - eher noch 15 bis 20 Prozent schwerer. Vielleicht wachen wir ja jetzt einfach auf. Sonst stehst du mit dem Rücken zur Wand, auch wenn die Saison jetzt noch jung ist."